Wissenschaftler erforschen Gefühlslage der Weltbevölkerung dank Twitter

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Wissenschaftler erforschen Gefühlslage der Weltbevölkerung dank Twitter Wer hätte das gedacht?! Während wir täglich Millionen und Abermillionen von Tweets in die Welt schicken, um über unser Privatleben inklusive aller positiven und negativen Emotions zu berichten, machen sich Wissenschaftler unsere Plaudereien zunutze. Im US-Wissenschaftsmagazin „Science“ ist jetzt ein Artikel über das Phänomen Twitter und unsere Gefühle erschienen. Mit Hilfe einer speziellen Textanalyse-Software wurden zwei Jahre lang über 500 Millionen Tweets von 2,4 Millionen Nutzern aus 84 Ländern gesammelt und ausgewertet. Die Zuordnung der Worte und die dementsprechende Ableitung der Stimmung folgten der einfachen Einteilung nach „positiv“ und „negativ“. Wer sich jetzt jedoch in seiner Privatsphäre gestört fühlt, dem sei gleich gesagt, dass alle gesendeten Tweeds frei zugänglich sind und somit mit privat nichts mehr zu tun haben. Von der Warte aus, konnten auf diese Weise also viele Informationen gesammelt werden, ohne jemanden persönlich zu kontaktieren oder in seine Privatsphäre einzudringen. Das Ergebnis ist eindeutig: morgens ist die Stimmung länder- und kulturübergreifend positiv, sinkt während des Tages ab und steigt erst wieder gegen Abend, besonders zwischen 22 und 23 Uhr. Und: am Wochenende beginnen die Tweets ca. 2 Stunden später und sind zudem grundsätzlich etwas positiver. Die Wissenschaftler können es nicht konkret belegen, vermuten aber, dass das Tagestief an Arbeitstagen mit Stress im Beruf und der möglichen anstrengenden Autofahrt zusammenhängt. Selbst in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist dieses Ergebnis gleichbleibend. Aber: hier steigt die Stimmung freitags und samstags, denn hier dauert die Arbeitswoche von Sonntag bis Donnerstag. Es ist immer wieder verblüffend, was anhand bestimmter Daten über uns Menschen ausgesagt werden kann.

Grippetrend mit Google

Aber ist das alles neu? Nicht ganz. „Google Flu“ zum Beispiel bedient sich schon längerer Zeit unserer Aktivitäten und bestimmt so Grippewellen. Das Prinzip dahinter: Erkältete oder erkrankte Personen suchen im Netz zuerst nach Informationen zur Grippe und Erkältung sowie hilfreichen Medikamenten. Folglich genügt eine einfache statistische Auswertung der Suchbegriffe zu verschiedenen Zeitpunkten um einen „Grippetrend“ ablesen zu können. Und? Wie sieht‘s aktuell aus? Noch ist der Stand niedrig, aber anhand der Daten vorangegangener Jahre lässt sich auf einen stetigen Anstieg der Erkälteten schließen.

Vorsicht beim Surfverhalten

Es ist echt interessant, wenn man mal darüber nachdenkt, dass wir Dauersurfer wahnsinnig viele Spuren im Internet hinterlassen, sodass sich daraus ganze Studien zu bestimmten Themen erstellen lassen. Vielleicht sollte der eine oder andere mal genauer darüber nachdenken wohin er surft und welcher Studie er damit gerade dienlich ist.Generell ist es doch eigentlich gar nicht so schlecht, dass man auf Grund unseres Surfverhaltens oder dem Herausposaunen unserer Launen auf neue Erkenntnisse stößt! Solange damit also nicht de Intimsphäre Einzelner verletzt wird, twittern wir fleißig weiter und suchen auch weiterhin nach Medikamenten und alten Hausmittelchen aus Ommas Zeit, wenn die Nase läuft!

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