Buttonlösung ab 01.08.2012 für alle deutschen Onlineshops

Written by mupaki.de on. Posted in medienblog

Tipps zur Buttonlösung für Onlineshops Wer dieser Tage in Onlineshops unterwegs ist und Dinge im Internet bestellt, wird sich vielleicht ein wenig wundern. Denn plötzlich tauchen beim Abschließen einer Bestellung Button mit der Beschriftung “kostenpflichtig bestellen” oder “verbindlich kaufen” auf. Warum ist das so? Bereits im Frühjahr hat die Politik um Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner sich zu einem solchen Schritt entschlossen und den Betreibern von Onlineshops bis zum 01. August 2012 Zeit gegeben, einen neuen Button in ihrem Warenkorb einzubauen. Grund dafür waren die zahlreichen Beschwerden vieler Internetnutzer, die zuvor bei dubiosen Angeboten im Netz in die Irre geführt oder schlicht mit “Abofallen” betrogen wurden. Um diese Situation zukünftig wenigstens für deutsche Shopbetreiber klar zu regeln und damit die Verbraucher zu schützen ist nun eben die sogenannte “Buttonlösung” aktiv. Der Medienratgeber mupaki.de hat bereits im September 2011 über den Gesetzesentwurf zur Buttonlösung berichtet.

Gut für User – schlecht für Shopbetreiber

Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass die Buttonlösung für alle nur Vorteile hat. Denn Betrügereien sind nun deutlich schwerer geworden und seriöse Onlineshops wären davon ohnehin nicht betroffen. Sie sind es aber doch: denn die Buttonlösung gilt für ALLE Shops – ob zwielichtig oder vertrauenswürdig. Bei einigen Onlineshops ist der Aufwand noch überschaubar, denn hier wird in der Regel nur ein einziger Button ausgetauscht. Es handelt sich hierbei um den letzten Schritt im Warenkorb, bevor der Käufer seine Bestellung tatsächlich abschließt. Jedoch umfasst die Buttonlösung noch ein paar weitere Punkte über die Art der Umsetzung und die Anordnung der Elemente auf der letzten Warenkorbseite.

Welche Bezeichnungen sind erlaubt – welche nicht?

Der Button kann grundsätzlich übrigens auch in nicht-grafischer Form vorliegen, also praktisch als Textlink. Grundsätzlich aber gilt: der Button muss am Ende der Bestellübersichtsseite platziert sein. Pflichtinformationen (z.B. AGBs), Textboxen und andere Hinweise die zur Bestellung gehören, müssen mit ausreichendem Abstand über dem Bestell-Button angeordnet sein.

Erlaube Bezeichnung der Buttons:

“zahlungspflichtig bestellen“ „kostenpflichtig bestellen“ „zahlungspflichtigen Vertrag schließen“ „kaufen“
bei Auktionsplattformen (z.B. eBay) reicht auch:
„Gebot abgeben“ „Gebot bestätigen“

nicht zulässige Bezeichnungen des Buttons:

„Anmeldung“ „weiter“ „bestellen“ „Bestellung abgeben“ Grundsätzlich muss die Beschriftung des Bestell-Buttons aber gut les- und erkennbar sein.

Wichtige Hinweise zur Buttonlösung

Wie immer liegt der Teufel im Detail. Nicht für jeden Shop gelten die gleichen Bestimmungen. So gibt es beispielsweise einen Unterschied, wenn ein Onlineshop Waren verkauft, die erst nach einem Bestellprozess für den Kunden angefertigt werden. Shops die Waren direkt lagern und verkaufen müssen wiederum andere Dinge im Zuge der Buttonlösung beachten. Wer jetzt als Verbraucher oder Shopbetreiber vielleicht verunsichert ist, kann in diesen beiden PDFs einmal die wichtigsten Hinweise zur Buttonlösung nachlesen:
Download: PDF Whitepaper von Trusted Shops zur Buttonlösung
Download: PDF Whitepaper von Haendlerbund.de zur Buttonlösung

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