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EU-Kommission unzufrieden mit Internetschutz für Kinder

Written by mupaki.de. Posted in medienblog

EU-Kommission unzufrieden mit Internetschutz für Kinder Kürzlich ist ein Bericht der EU-Kommission erschienen, demzufolge der Schutz für Kinder im Internet vor schädlichen Inhalten stark ausbaufähig ist. Es ist schön und lobenswert, dass alle 27 EU-Staaten ein Konzept dazu parat haben, diese sich aber insgesamt stark voneinander unterscheiden. Wie wir alle wissen, hat das Internet aber keine Landesgrenzen, sodass jeder von überall auf verschiedenste Inhalte zugreifen kann. Das mag bei Erwachsenen ja zu verkraften sein, da sie geistig im Vollbesitz ihrer Kräfte sind und zudem genügend Erfahrung und Wissen darüber besitzen, was im Internet gefährlich oder illegal ist und was nicht. Kinder aber verfügen eben nicht über dieses Wissen, sind leichtgläubig und naiv und erkennen nicht auf einen Blick, dass beispielsweise das Herunterladen von Filmen und Musik illegal ist. Der Aufruf der Kommission ist daher sowohl verständlich als auch eindeutig: Eltern und Lehrer hinsichtlich der Gefahren sozialer Netzwerke stärker sensibilisieren, Maßnahmen zu ergreifen, die den unzulässigen Kauf von Videospielen durch Minderjährige, aber auch die Vernetzung der Staaten untereinander zu verstärken, um gemeinsam gegen illegale und schädliche Internetinhalte vorgehen zu können. Hilfreich ist dabei das Projekt EU Kids Online II, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, in mindestens 20 Ländern jeweils 1000 Kinder zwischen neun und 17 Jahren sowie einen Elternteil zur Onlinenutzung zu befragen.

Die Inhalte im Netz wachsen rasend schnell

Immer wieder ist also festzustellen, dass bereits viel für den Schutz unserer Kinder und Jugendlichen im Umgang mit dem Internet getan wird. Leider ist dies noch immer nicht ausreichend, da das Netz ständig wächst, Inhalte sich rasend schnell ausbreiten und so nahezu unkontrollierbar sind. Hinzu kommt die immer bessere Technik, sodass teilweise Kinder ohne elterliches Wissen mit dem Smartphone im Netz surfen. Was also können wir tun? Die Technik wird sich weiterentwickeln – was keinesfalls negativ ist. Unsere Kinder werden (hoffentlich) nach wie vor neugierig und wissbegierig sein und insbesondere das austesten, was sie eigentlich nicht tun sollen – auch das ist nichts Negatives, sondern gehört zur gesunden Entwicklung eines jeden Menschen. Was bleibt, ist das Thema Aufklärung – und zwar nicht immer nur die Kinder, denn sie verfügen meist über mehr Wissen als ihre Eltern, Lehrer und Erzieher zusammen. Es sind eben diese, die geschult und sensibilisiert werden müssen, um besser auf die Kinder achten zu können. Verbote bringen da herzlich wenig, vielleicht sollte man vielmehr anfangen, bestimmte Dinge mit Kindern gemeinsam anzuschauen oder zu erlernen etc. und ihnen so die Freude an der „verbotenen Frucht“ verderben. Klingt gemein? Vielleicht. Aber denken wir alle mal selbst an unsere Kindheit und Jugend zurück – waren Dinge, die wir auf einmal durften nicht viel langweiliger als das, was wir keineswegs tun sollten?!