Studie zum Teilen in sozialen Netzwerken

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teilen-in-sozialen-netzwerken Soziale Netzwerke gehören mittlerweile zu unserem täglichen Leben dazu. Das mag man nun richtig oder falsch finden, aber die Tatsache, dass immer mehr Menschen jeden Tag bei Facebook, Twitter, Google+ und anderen sozialen Netzwerken eingeloggt sind und Social Media auch jeden Tag aktiv nutzen, entspricht der Realität. Was für die einen ein privater Spaß und gefühlte Bereicherung ist für die anderen ein Mekka um Werbung zu platzieren. Denn umso aktiver wir auf Facebook & Co. sind, desto mehr Daten geben wir von uns preis und schärfen damit unser eigenes (Werbe-)Profil. Für Unternehmen sind unsere Aktivitäten in den sozialen Kanälen eine echte Goldgrube, denn hier können sie ihre Zielgruppen sehr genau definieren und gezielt Werbung platzieren, die auch genau auf das jeweilige Nutzerprofil passt. Daher beschäftigen sich in regelmäßigen Abständen auch immer wieder Agenturen damit, dass Surf- und Klickverhalten der Social-Media-Nutzer zu analysieren und statistisch auszuwerten. Genau diese Daten sind dann für Werbetreibende eine wichtige Erkenntnis, um ihre Kampagne zu planen und auszurollen. Aber auch für den Otto-Normalbürger kann es spannend sein, sich eine solche Statistik-Auswertung einmal näher anzuschauen. Hand aufs Herz: wie oft nutzt man selbst ständig sein Handy oder seinen Rechner um eben nur mal schnell seinen Status bei Facebook zu aktualisieren oder eine Meldung seiner Freunde, Fans und Follower zu überprüfen?

Neue Studie zur Nutzung sozialer Netzwerke

Die arabische Agentur “Go Gulf” hat mit großem Aufwand eine interessante, neue Studie über unser Surfverhalten auf Facebook, Google+, Twitter und anderen sozialen Netzwerken veröffentlicht. Mit dem Titel “What People Share On Social Networks” geht die Studie speziell darauf an, was und wer etwas im Web 2.0 teilt und wie oft er oder sie das macht. Neben der Möglichkeit immer und jederzeit mit unseren Freunden zu Kommunizieren, ist das Teilen (oder auch “Sharen” genannt) eine der wichtigsten und am häufigsten genutzten Funktionen von Facebook & Co. und entspricht genau diesem Zeitgeist: wir wollen uns mitteilen und Erlebtes und gesehenes mit Menschen teilen, die uns wichtig sind. Gut, zugegeben: gerade auf Facebook hat man in seiner Freundesliste auch Personen, die nicht zum engsten Kreis gehören oder die man sogar noch nie persönlich getroffen hat. Aber dennoch wollen wir unser Leben mit ihnen teilen.

Bilder werden am meisten geteilt

Wer kennt das nicht: frisch aus dem Urlaub zurück möchte man die aufgenommenen Bilder am liebsten sofort herumzeigen. Früher ging dann immer ein Stapel mit ausgedruckten Erinnerungen im 10x15cm-Maß herum und heute hockt man sich gemeinsam vor den Fernseher oder Monitor und schließt seine Digitalkamera an. Dank der sozialen Netzwerke muss man sich dafür nicht einmal mehr am selben Ort befinden. Das teilen seiner erlebten Eindrücke im Bildformat ist auch laut Studie der Go-Gulf-Agentur die am meisten genutzte Funktion in diesem Bereich. Erst mit deutlichen Abstand folgen Meinungen und Statusmeldungen. Dies gilt allerdings nur für Kanäle wie Facebook und Google+, denn auf Twitter ist das Teilen von Kurznachrichten, also die Ur-Funktion dieses Netzwerks, noch immer die häufigste Aktivität. Ebenfalls interessant ist die Tatsache, dass trotz stark gewachsenem Markt für mobile Endgeräte die meisten Menschen ihre Social-Media-Aktivitäten nach wie vor zuerst am stationären Rechner vornehmen.

Warum “teilen” wir auf sozialen Kanälen?

In der Studie wurde ebenfalls der Grund untersucht, warum Nutzer ihre Leben in sozialen Netzwerken teilen. Na klar, wir wollen uns mitteilen – das liegt in unserer Natur und bereits in diesem Wort steckt “teilen”. Aber warum ist das so? Oder anders gefragt: was genau veranlasst uns dazu, unseren Alltag über das Web 2.0 zu teilen? Hier die Resultate der Studie:
  • 84% der User teilen Informationen, weil sie bestimmt Themen und Sachverhalte unterstützen.
  • 78% der User fühlen sich durch das Teilen mehr mit Menschen verbunden, zu denen sie sonst wahrscheinlich keinen großen Kontakt hätten.
  • 73% der User können sich durch das Teilen einfacher mit anderen Menschen vernetzen, die die gleichen Interessen haben.
  • 69% der User denken, dass sie durch das Teilen mehr oder besser in der Welt beteiligt sind – sie wollen am “großen Ganzen” teilhaben.
  • 68% der User glauben, dass sie durch das Teilen anderen ein besseres Gefühl geben können, wer sie selbst sind und was ihnen wichtig ist.
  • 49% der User teilen Produktinformationen mit der Hoffnung die Meinungen anderer Menschen damit zu ändern oder gezielte Aktionen damit anzuregen.

Wir teilen unsere Emotion (mit)

Als Konsument teilen wir unsere Meinung meist nur dann mit, wenn wir mit einer Situation unzufrieden sind – läuft etwas zu unserer Zufriedenheit, nehmen wir dies meist als gegeben hin. Im Privatleben und in Bezug auf das Teilen in sozialen Netzwerken scheint dies ganz anders zu sein. Laut der Studie ist das Teilen von positiven Emotionen weit häufiger als das von negativen Stimmungen. Gerade einmal 1 Prozent der Befragten gaben an, dass sie mitteilen würden, wenn sie traurig sind. Dagegen teilt ein Viertel der Menschen aus der Umfrage gern mit, wenn es ihnen richtig gut geht. Und das geht bis zum Beziehungsstatus so, denn die absolute Nummer 1 der Lebensereignisse der User ist der Beziehungsstatus. Ob Single, Vergeben oder Geschieden – all das wird sehr zeitnah und gern mit seinem digitalen Umfeld geteilt.

Wer teilt in welchem sozialen Netzwerk?

Männer sind aktiver als Frauen – wer hätte das gedacht? Auf Facebook ist das Verhältnis 57 zu 43 Prozent und auf Twitter gar 61 zu 39 Prozent zu Gunsten der männlichen User. Was ebenfalls überrascht, ist das Alter der teilenden Nutzer: die aktivsten Teiler sind der Studie nach 25-34 Jahre alt und erst danach kommen die vermeintlichen Social-Media-Intensivnutzer im Alter von 16-24. Aber selbst die Silversurfer, also die User ab einem Alter von 55 Jahren teilen Erlebtes in den sozialen Netzwerken, wenn auch zu sehr geringem Anteil. Spannend ist ebenfalls der Fakt, dass das Land der aktivsten Teiler die Türkei ist. Möglicherweise sind auch die politischen Geschehnisse in diesem Land ein Grund für die rege Aktivität der Menschen. Aber auch in Mexico, Brasilien, Indien und vielen anderen Ländern ist das Teilen von Bildern, Meinungen und Informationen sehr beliebt und selbst im medienkritischen China sind die User in dieser Hinsicht sehr aktiv.

Wie entwickeln sich die sozialen Netzwerke zukünftig?

Der Blick durch die mediale Glaskugel ist natürlich kaum möglich. Fakt aber ist, dass sich das Surfverhalten der Menschen aufgrund von Social Media stark verändert hat. Man möchte gar von einem Wandel sprechen, denn immer mehr Menschen nutzen das Internet gerade wegen Facebook & Co. nicht mehr nur als passives Medium, sondern als Kommunikationskanal. Die Web 2.0 Studie von der Go-Gulf Agentur hat gezeigt, dass die sozialen Kanäle längst nicht einfach mehr nur ein Trend sind und unser Drang nach Aufmerksamkeit und Anerkennung durch das Teilen von Informationen noch größer geworden zu sein scheint. Wagt man einen Blick in die Zukunft, dann werden die sozialen Netzwerke noch einen stärkeren und weitreichenderen Einfluss auf unser Leben haben. Eines steht aber jetzt schon fest: Facebook, Google+, Twitter und all die anderen Plattformen haben unsere Art zu Kommunizieren nachhaltig verändert. infografik-studie-teilen-in-sozialen-netzwerken

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