Löschen von Accounts in Sozialen Netzwerken zu kompliziert

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Studie Verbraucherzentrale - Löschung von Accounts bei sozialen Netzwerken Laut einer kürzlich veröffentlichten Umfrage, die im Auftrag der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) durchgeführt wurde, ist das Löschen von Accounts in sozialen Netzwerken, aber auch Onlineshops und anderen digitalen Diensten zu kompliziert bis unmöglich. Im September 2011 wurden rund 1500 Personen ab 14 Jahren  zum Thema „Löschen von Nutzerkonten“ befragt. Über 2/3 der Befragten nutzen das Internet auch zu privaten Zwecken, rund 37 Prozent wollten ihren Online-Account bereits löschen.

Verbraucherzentrale fordert Verbesserung des Telemediengesetzes

Um das digitale „Leben“ zu vereinfachen, fordert die vzbv nun Verbesserungen des Telemediengesetzes, das solche Themengebiete umfasst. Möglich sei beispielsweise ein Button, der anders als bisher für jedermann sichtbar ist und kein unnötiges Suchen erfordert. Bereits im März hat der Bundesrat Initiative ergriffen und eine Vereinfachung des Löschvorgangs gefordert. Die Bundesregierung lehnte dies jedoch mit Hinweis auf anstehende EU-Regelungen ab. Das Problem bleibt also weiterhin bestehen – wer suchet, der findet. So wird wohl auch künftig das Motto für all jene lauten, die der Meinung sind, ihren Account löschen zu müssen. Selbst wenn sie es dann geschafft haben, bleiben in der Regel Zweifel zurück, ob tatsächlich auch alle Daten gelöscht wurden.

Online-Petition wird von circa 12.000 Internetnutzern gestützt

Die Brisanz des Themas Nutzerfreundlichkeit im WWW zeigt sich auch an anderer Stelle.  Die Erneuerung des Telemediengesetzes der Bundesratsinitiative beinhaltet nicht nur das Löschen eines Accounts, sondern auch die Sicherheitseinstellungen. Dass dies nicht nur eine fixe Idee des Bundesrats ist, zeigt das Ergebnis der Online-Petition der vzbv. Hier haben sich rund 12.000 Internetnutzer für eine Veränderung der datenschützenden Einstellungen eingesetzt. Und zwar – um das nochmals zu verdeutlichen – für eine maximale Datenschutzeinstellung durch soziale Netzwerke. Wie wir alle wissen, muss man schon recht affin im Umgang mit dem Medium „soziales Netzwerk“ sein, um beispielsweise bei Facebook alle Einstellungen auf maximal zu stellen. Es ist also Zeit für Veränderungen – wir sind nicht mehr nur scharf darauf überall und jederzeit dabei zu sein und alles preiszugeben. Inzwischen haben wir gemerkt, dass das nicht immer alles nur toll ist oder haben gar das Interesse daran verloren. Aber so leicht wie der Einstieg ist leider kein Ausstieg der Welt – von Drogen, Alkohol und Co. wissen wir das bereits, nun kommen noch die sozialen Netzwerke dazu. Das mag ein krasser Vergleich sein, ist natürlich auch etwas überspitzt, dennoch aber nicht unwahr. Man sollte eben genauestens nachdenken ehe man handelt, auch im Internet.

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