netzwerk im detail

Soziale Netzwerke gehören unlängst in den Alltag nahezu jeden Internetnutzers. Es geht dabei um eine lose Verbindung von Menschen innerhalb einer Netzgemeinschaft, wobei sie von sozialen Medien abzugrenzen sind, bei denen zusätzlich gemeinsam eigene Inhalte erstellt werden können. Inzwischen gibt es im Internet eine Vielzahl von Netzwerken, die bekanntesten sind Facebook, Twitter oder die VZ-Netzwerke sowie XING, Google+ oder LinkedIn. Während soziale Netzwerke zu Beginn vorrangig privat genutzt wurden, finden sich dort immer mehr Unternehmen, die durch die Nutzung sozialer Netzwerke Kunden binden und zugleich ihren Umsatz steigern.

Entstehung von sozialen Netzwerken

Auch wenn soziale Netzwerke erst in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen sind, wurden die Grundsteine hierfür bereits in den 80er Jahren mit den so genannten Bulletin-Board-Systemen (kurz: BBS) gelegt. In den 90ern folgten Anwendungen, bei denen bereits Profile erstellt werden konnten wie es bis heute in den sozialen Netzwerken Standard ist. Mitte der 90er etablierten sich dann Schritt für Schritt soziale Netzwerke und lösten damit reine Chats und Internetforen ab. In Deutschland bekannte Netzwerke gründeten sich Anfang der 2000er. Den Anfang machte dabei LinkedIn im Herbst 2002, gefolgt von MySpace mit Gründung Mitte 2003. Wenig später folgte auch XING, was damals noch OpenBC hieß und bis heute als geschäftliches Netzwerk genutzt wird. Das vermutlich weltweit nach wie vor bekannteste soziale Netzwerk Facebook wurde Anfang 2004 gegründet, zunächst jedoch nur für Harvard Studenten zugänglich. Das deutsche Netzwerk studiVZ ging 2005 an den Start und wurde rasch auf Grund einer wachsenden Anzahl von Nicht-Studenten um schülerVZ und meinVZ erweitert.

Google+ als Konkurrenz zu Facebook

Obwohl das soziale Netzwerk Google+ erst Mitte 2011 startete, wurde es rasch zu einem ernsthaften Konkurrent für Facebook. Google+ schrieb Geschichte, indem das Netzwerk nach nur 88 Tagen 40 Millionen registrierte Nutzer vorweisen konnte, was beim großen Konkurrenten Facebook 1325 Tage gedauert hat. Zu Beginn konnte die Registrierung bei Google+ nur über eine vorangegange Einladung erfolgen, was seit September 2011 wieder abgeschafft wurde. Anfang 2012 wurde das zunächst geltende Mindestalter von 18 Jahren auf 13 Jahre gesenkt. Noch immer wird dieses soziale Netzwerk stetig verbessert und erweitert.

Soziale Netzwerke im Blickpunkt der Forschung

Soziale Netzwerke bringen nicht nur Vor-, sondern auch eine nicht unerhebliche Menge an Nachteilen mit sich. Diese zu ergründen und um die zugleich stetig bleibende Nachfrage erklären zu können, haben sich unzählige Wissenschaften dem Phänomen “soziales Netzwerk” unlängst angenommen. Insbesondere zählen dazu die Betriebswirtschaftslehre, die Spieltheorie sowie Computerphysik, Kommunikationswissenschaft oder auch Sozialpsychologie. Die Möglichkeiten sozialer Netzwerke steigen zudem immer weiter, sodass diese in den folgenden Jahren vermutlich weiterer Forschungsaktivitäten unterzogen werden.

Soziale Netzwerke im Internet

Allgemein werden soziale Netzwerke dadurch beschrieben, dass sich Personen untereinander und miteinander verknüpfen. Dies kann über die unterschiedlichsten Medien und Inhalte geschehen. Oftmals werden im Zusammenhang mit sozialen Netzwerken auch Begriffe wie Social Media oder soziale Medien erwähnt. Diese Bezeichnung trifft dann zu, wenn Nutzer gemeinsam eigene Inhalte erstellen. In der Fachsprache ist dann auch oft von "User Generated Content" oder "user driven content" die Rede. Kurz gesagt handelt es sich dann hierbei um Inhalte die nur vom Nutzer und nicht vom Webanbieter bestimmter Angebote erstellt werden. Populäre Beispiele sind da die Online-Enzyklopädie Wikipedia, Videoportale für YouTube aber auch Blogs wie unserer Medienblog auf mupaki.de. Alle diese Inhalte werden in der Regel auch als Web 2.0 zusammengefasst. Im weitesten Sinne zählen also auch soziale Netzwerke im Internet mit zu den Web 2.0 Angeboten.

Funktionen von sozialen Medien

Typische Funktionen der sozialen Netzwerke sind zum Beispiel ein persönliches Profil der Nutzer, angelegte Kontaktlisten von Freunden, Bekannten, Geschäftspartnern oder Familienmitgliedern und ein weitreichender Nachrichtendienst. Mit letzterem sind soziale Netzwerke wie Google plus, Facebook oder MeinVZ zu einem täglichen Medium der Nutzer geworden. Die Mitglieder der Netzwerke tauschen sich jeden Tag über diese Plattformen aus, teilen dabei Fotos, Videos und Statusmeldungen. Durch soziale Netzwerke wie Facebook und Co. nutzen viele Menschen das Internet jeden Tag und rund um die Uhr. Durch die technische Weiterentwicklung der mobilen Medien wie Notebooks, iPads und Smartphones ist der Weg ins Internet und damit auch in die sozialen Medien viel einfachen geworden.

Werbung in sozialen Netzwerken

Aber nicht nur Privatpersonen sondern eben auch viele Unternehmen nutzen die sozialen Netzwerke mittlerweile für sich. Dabei werden in ausgeklügelten Online-Marketing Strategien Werbeanzeigen geschalten, die ganze bestimmte Zielgruppen ansprechen sollen. Dabei nutzen soziale Netzwerke wie Facebook die Daten der persönlichen Angaben seiner Mitglieder, um diese Informationen an werbetreibende Firmen zu verkaufen. Für Unternehmen war es noch nie so einfach, zielgruppengenaue Werbung rund um die Uhr im Internet zu platzieren. Auf Facebook-Fanseiten werden von Vereinen, Unternehmen und Marken werden den Nutzer aber oft auch interessante Inhalte geboten. Auf der Fanseite von mupaki.de z.B. informiert unser Medienratgeber seine Fans und Freunde ständig über neue Inhalte und Beiträge aus unserem Medienblog. Risiken und Gefahren von sozialen Medien Neben allen Vorteilen und Möglichkeiten, die soziale Netzwerke im Internet den Menschen und Unternehmen bieten, wird auch immer wieder Kritik geäußert. Neben eklatanten Sicherheitslücken auf Facebook (beispielsweise), Verstöße gegen das Datenschutzgesetzt ist auch Cybermobbing immer wieder ein Thema. Nicht selten werden aus harmlosen Usern schnell Täter oder Opfer im Bereich des Mobbing im Internet. Nicht selten handelt es sich bei den Betroffenen dann um Kinder und Jugendlichen.

Möglichkeiten von Social Media

Trotz aller Gefahren der sozialen Netzwerke nutzen Millionen von Menschen die Online-Dienste immer öfter und intensiver. Jeder ist jederzeit online, chattet, teilt Bilder und Videos oder aktualisiert im Minutentakt seinen persönlichen Status. Mit der Veröffentlichung von Google plus hat der Platzhirsch Facebook nun einen würdigen Konkurrenten bekommen. Da Konkurrenz bekannter Weise das Geschäft belebt, haben sich beide soziale Netzwerke merkbar weiterentwickelt. Neben der Möglichkeit des Uplaods von Bildern und Videos können die Nutzer ihre Freunde und Kontakte in Kreisen und Gruppen sortieren und zusammenfassen. Damit ist es viel einfacher geworden, seine sozialen Kontakte besser zu gruppieren. Ob die Nutzer von Facebook nun aber auch Ihre Geschäftskontakte wie auf XING verwalten, bleibt fraglich. Seriosität lässt sich eben nicht mit ein paar zusätzlichen Funktionen im Bereich der sozialen Medien erreichen.

Social Media und News

Einen wichtigen Punkt im Bereich der soziale Medien bilden auch die linearen News und Nachrichten. Gemeint sind damit mehr als nur Statusupdates sondern vielmehr echte Kurznachrichten. Der bekannteste Anbieter hier ist wohl Twitter mit vielen Millionen Usern weltweit. Viele nutzen dieses soziale Netzwerk um wichtige Nachrichten zum Unternehmen oder Weltgeschehen zu veröffentlichen. Auf diese Weise wurde schon oft bspw. aus Krisenländern im "arabischen Frühling" berichtet. Spätestens seit dieser Zeit ist Twitter eines der wichtigsten sozialen Netzwerke geworden, um schnell und einfach eine kurze Nachricht im Internet zu veröffentlichen.

Forschung in sozialen Netzwerken

Das Social Media auch einen ernsthaften und innovativen Charakter haben kann, zeigen immer wieder Forscher aus aller Welt. Sie veröffentlichen Ihre Forschungsergebnisse nicht nur über Facebook, Twitter und Co. sondern nutzen diese Online-Plattformen um das Verhalten der Nutzer, deren Gefühlsleben oder Wünsche und Bedürfnisse zu analysieren und auszuwerten. So haben einige Wissenschaftler es sogar geschafft, einen Baum das Sprechen beizubringen. Damit ist dies der erste Baum mit einer Facebook-Fanseite Aber auch Inhalte wie Computerphysik und Spieltheorie rücken immer mehr in den Fokus der Forschung.