google plus

Im Bereich der sozialen Netzwerke ist eines wohl das bekannteste und größte der Welt: Facebook. Kaum ein anderes Netzwerk konnte innerhalb weniger Jahre soviele Neuanmeldung verzeichnen, wie der “blaue Riese”. Allerdings zeigen neueste Studien, dass immer mehr Mitglieder dem Netzwerk von Mark Zuckerberg den Rücken zuwenden. Gleichzeitig ist ein neuer Stern am Himmel der sozialen Netzwerke erschienen: Google Plus! Mit seiner Version von Social Media will Google nun Facebook im zweiten Anlauf Druck machen und möglichst viele Nutzer abwerben. Der erste Versuch mit Google Buzz, eine eigene “soziale Plattform” auf dem Markt zu etablieren, scheiterte bereits Jahre zuvor. Aber mit Google Plus (auch “Google +” geschrieben) soll es nun dieses Mal klappen.

Entstehungsgeschichte

Am 28. Juni 2011 wurde das Netzwerk vorgestellt und erreichbar gemacht. In den darauffolgenden Monaten war es nur einem kleinen Kreis an Nutzer möglich, die neue Google-Plattform zu testen und auszuprobieren. Mitmachen konnten nur, wer eine persönliche Einladung von einem bereits registrierten Mitglied erhalten hat. Google verkaufte diese Strategie unter dem Deckmantel der Testphase. Viele Medien- und Marketingexperten hingegen stellten die Vermutung auf, dass es nur eine clevere Maßnahme war, um den Hype auf Google plus zu erhöhen. Denn in einer Welt, wo jedes soziale Netzwerk jedem Nutzer kostenlos und jederzeit zur Verfügung steht, war dieses Vorgehen etwas neues. Plötzlich musste man erst eingeladen werden, damit man mitmachen durfte. Dieser scheinbaren Exklusivität stehen allerdings zwei Zahlen gegenüber: in 88 Tage 40 Millionen registrierte Mitglieder. Das hat nicht einmal Facebook geschafft. Das Netzwerk von Mark Zuckerberg  brauchte für die gleiche Anzahl von Nutzern über 1300 Tage. Google plus ist im Prinzip keine Neuerfindung des Rades – vielmehr wird das Rad hier nochmal neu geschliffen. Viele Funktionen des Netzwerks kennt man bereits aus den Konkurrenzangeboten. So versucht Google Plus z.B. die Registrierung mit Klarnamen zu erzwingen. Das bedeutet, dass sich Nutzer nur dann erfolgreich anmelden können,  wenn sie einen Vor- und Zunamen eingeben. Jedoch findet, ähnlich wie bei Facebook, keine echte Überprüfung der eingegebenen Daten statt.

Funktionen bei Google plus

Neu bei Google plus ist allerdings die Ordnung der sozialen Kontakte in “Circles”. Mittels dieser Kreise kann der Nutzer nun Freunde von Familienmitglieder und Geschäftskontakten trennen. Ähnlich wie bei Diaspora (dezentrales Verteilsystem der Internetkommunikation) können Freundschaftsbeziehung aber auch einseitig sein. Dies war immer ein großer Nachteil bei vielen anderen sozialen Netzwerken. Mit den sogenannten “Sparks” verwaltet Google die Interessen und Vorlieben seiner Mitglieder. Was man bei Facebook als “Like Button” oder “Gefällt mir Button” kennt, heißt bei Google plus “+1 Schaltfläche”. Hiermit kann der Nutzer anderen Mitglieder zeigen, was ihm gefällt. Auch eine Unternehmensseite gibt es mittlerweile bei Google Plus. Auch das kennt man bereits von Facebook oder XING – allerdings (noch) mit deutlich größerem Funktionsumfang. Google hat gegenüber Facebook einen großen Vorteil: die Google-Suche ist die bekanntestes der Welt und mit einer Marktmacht von circa 95 Prozent praktisch konkurrenzlos. Und jeder, der die Google-Suche nutzt, bekommt automatisch die Google-plus-Leiste eingeblendet, mit der man sich schnell einloggen oder registrieren kann. Damit verschmilzt die beliebteste Websuche der Welt mit dem neuesten sozialen Netzwerk. Die Grundlage für den Erfolg von Google plus wäre damit gegeben.

Nutzungsstatistik von Google plus

Wenn man einmal die registrierten Nutzer eines sozialen Netzwerks wie Google+ grafisch darstellt, kommt so eine interessante Grafik heraus:

grafische-nutzungsstatistik-google-plus

Kritik an Google plus

Viele Medienexperten bezweifeln nach einem ersten Anfangshype, dass Google plus sich wirklich durchsetzen wird. Schließlich sind die Grundfunktionen keine echten Innovationen mehr. Einige Experten diagnostizieren sogar, dass soziale Netzwerke bereits auf dem Rückmarsch sind. Viele behaupten, dass dies nur eine weitere Blase der digitalen Kommunikation war, die so langsam aber sicher zu platzen droht.

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Soziale Netzwerke im Internet

Allgemein werden soziale Netzwerke dadurch beschrieben, dass sich Personen untereinander und miteinander verknüpfen. Dies kann über die unterschiedlichsten Medien und Inhalte geschehen. Oftmals werden im Zusammenhang mit sozialen Netzwerken auch Begriffe wie Social Media oder soziale Medien erwähnt. Diese Bezeichnung trifft dann zu, wenn Nutzer gemeinsam eigene Inhalte erstellen. In der Fachsprache ist dann auch oft von "User Generated Content" oder "user driven content" die Rede. Kurz gesagt handelt es sich dann hierbei um Inhalte die nur vom Nutzer und nicht vom Webanbieter bestimmter Angebote erstellt werden. Populäre Beispiele sind da die Online-Enzyklopädie Wikipedia, Videoportale für YouTube aber auch Blogs wie unserer Medienblog auf mupaki.de. Alle diese Inhalte werden in der Regel auch als Web 2.0 zusammengefasst. Im weitesten Sinne zählen also auch soziale Netzwerke im Internet mit zu den Web 2.0 Angeboten.

Funktionen von sozialen Medien

Typische Funktionen der sozialen Netzwerke sind zum Beispiel ein persönliches Profil der Nutzer, angelegte Kontaktlisten von Freunden, Bekannten, Geschäftspartnern oder Familienmitgliedern und ein weitreichender Nachrichtendienst. Mit letzterem sind soziale Netzwerke wie Google plus, Facebook oder MeinVZ zu einem täglichen Medium der Nutzer geworden. Die Mitglieder der Netzwerke tauschen sich jeden Tag über diese Plattformen aus, teilen dabei Fotos, Videos und Statusmeldungen. Durch soziale Netzwerke wie Facebook und Co. nutzen viele Menschen das Internet jeden Tag und rund um die Uhr. Durch die technische Weiterentwicklung der mobilen Medien wie Notebooks, iPads und Smartphones ist der Weg ins Internet und damit auch in die sozialen Medien viel einfachen geworden.

Werbung in sozialen Netzwerken

Aber nicht nur Privatpersonen sondern eben auch viele Unternehmen nutzen die sozialen Netzwerke mittlerweile für sich. Dabei werden in ausgeklügelten Online-Marketing Strategien Werbeanzeigen geschalten, die ganze bestimmte Zielgruppen ansprechen sollen. Dabei nutzen soziale Netzwerke wie Facebook die Daten der persönlichen Angaben seiner Mitglieder, um diese Informationen an werbetreibende Firmen zu verkaufen. Für Unternehmen war es noch nie so einfach, zielgruppengenaue Werbung rund um die Uhr im Internet zu platzieren. Auf Facebook-Fanseiten werden von Vereinen, Unternehmen und Marken werden den Nutzer aber oft auch interessante Inhalte geboten. Auf der Fanseite von mupaki.de z.B. informiert unser Medienratgeber seine Fans und Freunde ständig über neue Inhalte und Beiträge aus unserem Medienblog. Risiken und Gefahren von sozialen Medien Neben allen Vorteilen und Möglichkeiten, die soziale Netzwerke im Internet den Menschen und Unternehmen bieten, wird auch immer wieder Kritik geäußert. Neben eklatanten Sicherheitslücken auf Facebook (beispielsweise), Verstöße gegen das Datenschutzgesetzt ist auch Cybermobbing immer wieder ein Thema. Nicht selten werden aus harmlosen Usern schnell Täter oder Opfer im Bereich des Mobbing im Internet. Nicht selten handelt es sich bei den Betroffenen dann um Kinder und Jugendlichen.

Möglichkeiten von Social Media

Trotz aller Gefahren der sozialen Netzwerke nutzen Millionen von Menschen die Online-Dienste immer öfter und intensiver. Jeder ist jederzeit online, chattet, teilt Bilder und Videos oder aktualisiert im Minutentakt seinen persönlichen Status. Mit der Veröffentlichung von Google plus hat der Platzhirsch Facebook nun einen würdigen Konkurrenten bekommen. Da Konkurrenz bekannter Weise das Geschäft belebt, haben sich beide soziale Netzwerke merkbar weiterentwickelt. Neben der Möglichkeit des Uplaods von Bildern und Videos können die Nutzer ihre Freunde und Kontakte in Kreisen und Gruppen sortieren und zusammenfassen. Damit ist es viel einfacher geworden, seine sozialen Kontakte besser zu gruppieren. Ob die Nutzer von Facebook nun aber auch Ihre Geschäftskontakte wie auf XING verwalten, bleibt fraglich. Seriosität lässt sich eben nicht mit ein paar zusätzlichen Funktionen im Bereich der sozialen Medien erreichen.

Social Media und News

Einen wichtigen Punkt im Bereich der soziale Medien bilden auch die linearen News und Nachrichten. Gemeint sind damit mehr als nur Statusupdates sondern vielmehr echte Kurznachrichten. Der bekannteste Anbieter hier ist wohl Twitter mit vielen Millionen Usern weltweit. Viele nutzen dieses soziale Netzwerk um wichtige Nachrichten zum Unternehmen oder Weltgeschehen zu veröffentlichen. Auf diese Weise wurde schon oft bspw. aus Krisenländern im "arabischen Frühling" berichtet. Spätestens seit dieser Zeit ist Twitter eines der wichtigsten sozialen Netzwerke geworden, um schnell und einfach eine kurze Nachricht im Internet zu veröffentlichen.

Forschung in sozialen Netzwerken

Das Social Media auch einen ernsthaften und innovativen Charakter haben kann, zeigen immer wieder Forscher aus aller Welt. Sie veröffentlichen Ihre Forschungsergebnisse nicht nur über Facebook, Twitter und Co. sondern nutzen diese Online-Plattformen um das Verhalten der Nutzer, deren Gefühlsleben oder Wünsche und Bedürfnisse zu analysieren und auszuwerten. So haben einige Wissenschaftler es sogar geschafft, einen Baum das Sprechen beizubringen. Damit ist dies der erste Baum mit einer Facebook-Fanseite Aber auch Inhalte wie Computerphysik und Spieltheorie rücken immer mehr in den Fokus der Forschung.