Facebook ist spätestens seit dem Kinofilm „The Social Network“ das bekannteste und erfolgreichste soziale Netzwerk der Welt. Es wurde im Februar 2004 in Harvard von Mark Zuckerberg, Dustin Moskovitz, Chris Hughes und Eduardo Saverin gegründet und hat nach eigenen Angaben inzwischen über 750 Millionen Nutzer weltweit.
Die Idee
Die Ursprungsidee war die Erstellung eines Bewertungssystems für jede Studentin des Campus. Durch den regen Zulauf wurde die Webseite stetig weiterentwickelt bis sie 2008 unter anderem in der deutschen Sprache angeboten wurde. Seitdem breitet sich Facebook rasant weiter aus und ist inzwischen fast auf jeder anderen Webseite mit einem „follow us to facebook“ vertreten oder bietet die Möglichkeit, Artikel oder ähnliches mit „gefällt mir“ zu bewerten, woraufhin der Link des Artikels auf dem Facebook-Profil desjenigen erscheint, der es angeklickt hat. Unternehmen machen sich dies zunutze, indem sie sich ebenfalls ein Profil anlegen und die Seite für aktive Werbung nutzen.
So funktioniert Facebook
Zunächst ist eine Registrierung unter Angabe verschiedener Daten, unter anderem einer gültigen E-Mailadresse notwendig. Nach erfolgreichem Login kann der User sein Profil nach Belieben gestalten, indem er Bilder hoch lädt, seine Hobbys, seinen Musikgeschmack und ähnliches angibt und vor allem Freunde findet. Auf Grund der extrem hohen Mitgliederzahl wird jeder den einen oder anderen finden, den er kennt. Als besonders hilfreich erweist sich da die Funktion, mit Hilfe der eigenen E-Mailadressen Kontakte zu Facebook zu importieren. So können Freunde, die bereits registriert sind, gefunden werden und diejenigen, die es noch nicht sind, eingeladen werden. Inwiefern jeder User diese Vernetzung nutzen möchte, ist ihm überlassen.
Daneben gibt es auch zahlreiche Spiele und Anwendungen und vieles mehr, die auf den User warten. Häufig werden auch Anfragen von Freunden verschickt, die einen einladen wollen, auch daran teilzunehmen
Unterschied: private und Unternehmensseite auf Facebook
Bei Facebook kann der Benutzer grundsätzlich zwischen zwei Seitenmodi wählen: der privaten Seite und der speziellen Unternehmensseite. Die private Variante definiert sich hauptsächlich durch das Hinzufügen von Freunden. Dabei muss sowohl der Absender als auch der Empfänger einer Freundeseinladung zustimmen. Ist dies erst einmal geschehen, kann munter losgeschrieben werden. Das Veröffentlichen von Einträgen auf der eigenen oder fremden Pinnwand sowie das “Teilen” des aktuellen Status nennt man auch “posten”. Die vielen Millionen Facebook-Nutzer tun genau das oft mehrfach pro Tag. Zweifelhaft dabei ist, ob die zum Teil fragwürdigen “Neuigkeiten” immer auch eine neue Nachricht wert sind und ob sie wirklich jeden interessieren. Auf dem geschäftlichen Pendant, der Unternehmensseite, funktioniert einiges etwas anders. Hier kann man zwar ähnlich viele Informationen zu sich selbst, der Firma oder dem Verein preisgeben, jedoch ist das Beziehungsgeflecht zwischen Usern anders aufgebaut. Findet man das Dargebotene interessant und glaubt man, dass zukünftige Neuigkeiten dieser Seite unterhaltsam sein könnten, hat man die Option “Fan” dieser Seite werden. Einerseits besteht dann die Möglichkeit, veröffentlichte Informationen auf der Unternehmensseite zu bewerten oder zu kommentieren. Andererseits bietet diese Plattform von Facebook dem jeweiligen Unternehmen ein gute Möglichkeit, neue Kunden und Interessenten zu akquirieren und Werbekampagne zu schalten. Dieser Aspekt des sozialen Netzwerks gewinnt immer mehr an Bedeutung in der Wirtschaft. Auf vielen Websites von Betrieben, Restaurants, Bars, Autohäusern und Co. findet man mittlerweile den “Gefällt mir” Button, mit dem man direkt zur Unternehmensseite von Facebook gelangt.
Datenschutz mangelhaft
Immer öfter ist gerade in Bezug auf Facebook der mangelnde Datenschutz von Mitgliedern bei Sozialen Netzwerken die Rede. Hinzu kommt, dass Facebook in puncto Sicherheitsstandards viele Lücken aufweist. So kam es in jüngster Vergangenheit dazu, dass die Benutzerkonten von verschiedenen Prominenten geknackt wurden und falsche, zum Teil auch kompromittierende Informationen über ihre Accounts veröffentlicht wurden. Hinzu kommt der Fakt, dass die Facebook Betreiber in den letzten Jahren wenig für den Schutz von privaten Daten der User unternommen haben. Zwar können die Nutzer ihre Privatsphäre-Einstellung individuell anpassen und somit verhindern, dass Daten an Dritte gelangen, jedoch ist dies oft sehr kompliziert. Eine Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten überfordern den Benutzer nicht selten.