Schule goes Facebook – Lehrer auch?

Written by mupaki.de on. Posted in medienblog

Symbole Schulutensilien und Facebook Logo In den letzten Tagen gab es immer wieder ein strittiges Thema: Lerngruppen bei Facebook, Lehrer, die ihre Lehrinhalt über das soziale Netzwerk anbieten. Gut oder schlecht? Vor- und Nachteile? Genau diese Fragen beschäftigen nun nicht nur Lehrer und Schuldirektoren, sondern auch Bund und Länder.

Ausgangspunkt: Baden-Württemberg gegen die Nutzung Facebooks zu schulischen Zwecken

Ein Fakt, der die Diskussion rund um dieses Thema wieder lauter gemacht hat, war die Handreichung des baden-württembergischen Kultusministers Andreas Stoch (SPD), die am 15. Juli 2013 an die Lehrer verteilt wurde mit der Aufforderung, Facebook und andere soziale Netzwerke nicht zur “dienstlichen Verarbeitung personenbezogener Daten” zu nutzen. Grund: “datenschutzrechtliche Bestimmungen”. Es seien mehrfach Beschwerden von Eltern eingegangen, dass Lehrer so genannte “Facebook-Postings” als offizielles Kommunikationsmittel nutzen. Zudem seien Schüler, denen die Nutzung von soziale Netzwerken durch die Eltern untersagt ist oder deren Interesse an der Nutzung dieser fehlt, gezwungen, sich dort anzumelden um den schulischen Alltag zu meistern.

Bundesländer uneinig über soziale Netzwerke in Schulen

Dass Schule Ländersache ist, fällt uns hier im Prinzip wieder auf die Füße – da die Bundesländer unterschiedlich zu diesem Thema stehen, kocht nun jede Landesregierung ihr eigenes Süppchen. So kommen wir nie zu einem einheitlichen Schulsystem, aber das sei nur mal am Rande erwähnt. Fest steht erst einmal folgendes: Bayern und Schleswig-Holstein haben schon länger entsprechende Verbote für die Nutzung sozialer Netzwerke für die Verbreitung von Unterrichtsmaterialien und Co. Sachsen und Rheinland-Pfalz arbeiten unterdes daran, Baden-Württemberg hat sich auch klar positioniert. Anders sieht es zum Beispiels in Hessen und NRW aus, wo die Kultusministerien an das “amtsangemessene Verhalten der Lehrer” appellieren. Hessen, Bremen, Berlin und Brandenburg sowie Sachen-Anhalt wollen weder mit einer Handreichung nach Stoch’schem Vorbild vorgehen noch mit einem Verbot der Nutzung von Facebook und Co. Worin sich aber alle einig sind – yippieh ya yeah - soziale Netzwerke dürfen im Unterricht zu medienpädagogischen Zwecken weiterhin genutzt werden. Für mich stellt sich da die Frage: wo fängt Medienpädagogik an und wo hört sie auf? Das Problem der Pädagogen: Wortschwalle und uneindeutige Aussagen, mal schauen wie lange das gut geht. Ich vertrete jedoch definitiv den Punkt, dass Facebook nicht alles wissen muss – auch keine schulischen Belange. Oder hey, wollen wir alle mal unsere Zeugnisse oder jedes Testergebnis öffentlich auswerten? Vielleicht können wir dann noch ‘ne Runde Shitstormen oder das Cyber-Mobbing fördern?!

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Comments (2)

  • Jana

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    Also ich finde es eine gute Sache, wenn Schulen sich auch über soziale Netzwerke organisieren. Das Internet und vorallem Social Media begleitet einen Großteil der Schüler ohnehin in deren Freizeit und kann so zu einer schnelleren Kommunikation führen und den Community-Gedanken auch in Deutschlands Klassenzimmer bringen. Sinnvoll genutzt, kann so die gemeinsame Facebook-Gruppe zur virtuellen Lerngruppe mit Betreuung des zuständigen Lehrers werden.

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  • mupaki.de

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    Hallo Jana,

    sorry für die späte Rückmeldung und vielen Dank für dein Feedback. Du hast da natürlich vollkommen Recht. Wenn die Schüler entsprechend sensibilisiert sind, dann können soziale Netzwerke einen durchaus sinnvollen Nutzen haben.

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