Von Scheidungen und sozialen Netzwerken

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Scheidungen und Rosenkrieg in sozialen Netzwerken Allmählich erscheint es kurios, womit soziale Netzwerke in ihrem Dasein zu kämpfen haben und wofür sie verantwortlich gemacht werden. Aus dem englischsprachigen Raum, also vor allem Großbritannien und die USA kommen nun immer wieder Studien ans Tageslicht, die belegen sollen, dass Ehen durch die Nutzung von Facebook und anderen sozialen Netzwerken gefährdet seien. Und ist die Trennung erst einmal vollzogen, geht der Rosenkrieg via Facebook los.

Britisches Scheidungsportal Divorce Online als Vorreiter

Das britische Scheidungsportal Divorce Online hat bereits zweimal Studien zu diesem Thema mit Hilfe einer Stichprobe von 5000 Scheidungsfällen durchgeführt. Innerhalb von zwei Jahren habe sich ein „alarmierender Anstieg Facebookbezogener Scheidungen“ ergeben, so ein Blog-Eintrag des Portals. Als Begründung wird angegeben, dass viele Menschen wesentlich geringere Hemmschwellen bei verletzenden Äußerungen im Internet bzw. sozialen Netzwerken haben. So werden Facebook & Co. gerne genutzt, um mit dem neuen Liebhaber zu prahlen oder pikante Details über den Verflossenen ins World Wide Web zu stellen.

Auch in USA Zusammenhang zwischen Scheidung und sozialen Netzwerken

Auch Scheidungsanwälte aus den USA gaben 2010 an, dass es eine deutliche Zunahme bei der Verwendung von Beweismitteln aus sozialen Netzwerken gibt. Neben Facebook an der Spitze kommen auch andere soziale Netzwerke wie Twitter oder MySpace ins Gespräch. Tatsächlich habe es bereits Fälle gegeben, wo Unterhaltsklagen dank sozialer Netzwerke zu einem rechtmäßigen Urteil kamen.

Deutsche Anwälte eher skeptisch

Hierzulande werden solche Studien allerdings weniger ernst genommen. Das könnte aber auch daran liegen, dass es solche Fälle in Deutschland bisher weitaus weniger gab als in Großbritannien oder den USA. Fest steht in jedem Fall, dass soziale Netzwerke ein anderes oder besser ein neues Kommunikationsmedium beim Thema Scheidung darstellen. Über Umwege konnte man auch vor 20 Jahren seinen Expartner gewaltig treffen, indem man persönliche Dinge verriet oder einen Rosenkrieg vom Zaun brach. Worin wir uns aber einig sein können, soziale Netzwerke verkürzen den Kommunikationsweg. Wenn einer auf dem heimischen PC die Enter-Taste betätigt, ist es im selben Moment für andere sichtbar. Wir brauchen keine Brieftauben mehr, müssen nicht warten bis die Zeitung in den Druck geht und im Briefkasten landet – was wir mitteilen wollen, können wir sofort tun. Ob das Thema dabei Scheidung und Rosenkrieg oder Urlaub und der neue Fernseher ist, das ist letztlich jedem selbst überlassen.

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