Origin von EA verkauft Battlefield 3 mit Spyware

Written by mupaki.de on. Posted in medienblog

Origin von EA verkauft Battlefield 3 mit Spyware Das große Unternehmen sehr am Kauf- und Surfverhalten seiner (potentiellen) Kunden interessiert sind, ist hinlänglich bekannt und kein Geheimnis mehr. Das persönliche Daten für Werbezwecke gesammelt und ausgewertet werden, ist ebenfalls fast schon gebräuchlich. Keiner tut etwas dagegen, nur ab und zu gibt es ein kurzzeitiges Aufmurren Weniger, dass schnell wieder verebbt. Zurückbleibt oftmals nur ein dumpfes Bauchgefühl, an dass man sich beinahe schon gewöhnt hat. Mit dem Erscheinen des neuesten Computer Spiels aus dem Hause Origin (EA Games) kann sich das nun gewaltig ändern. Die Rede ist vom neuen Ego-Shooter “Battelfield 3″. Das Spiel ist seit heute auf dem deutschen Markt erhältlich und ab FSK 18 freigegeben. Das dies kein Spiel für Kinder und Jugendliche ist, muss eigentlich nicht besonders betont werden. Da hiermit aber besonders dreist in die Persönlichkeitsrechte der Spieler eingegriffen und damit umfangreich gegen die Privatsphäre der Käufer verstoßen wird, wollen wir trotzdem an dieser Stelle darauf eingehen.

Erst gelobt – jetzt verflucht. Origin als Nachteil

Das Spiel wurde bereits vor seinem offiziellen Verkaufsstart in Expertenkreisen hochgelobt. Spielgrafik, Level-Architektur und Sound wurden als atemberaubend und bahnbrechend angekündigt. Auch die vorangegangenen Teile dieser Serie begeisterten die Computerszene enorm. Da verwundert es auch nicht, das der Hype auf den neuen Shooter gewaltig war.  Allerdings setzte die Ernüchterung vieler Spieler sehr schnell und vor allem noch vorm dem Spielbeginn ein. Der Grund: einige Spieler machten sich die seltene Mühe und lasen die AGBs vor der Installation genau durch. Und was darin festgehalten war, schockierte und verbreitet sich aktuell im Netz wie ein Lauffeuer.

Spyware in den AGBs – Klage auf Privatsphäre zwecklos

Das Unternehmen Origin von EA hat sein Machwerk “Battlefield 3″ praktisch hochoffiziell mit einem Trojaner ausgestattet. Das klingt unglaublich, ist aber so. Denn diese Spyware spioniert den Rechner des Kunden bis aufs kleinste Detail aus. Und dabei geht es hier nicht um reine Nutzungsstatistiken des von “Battlefield 3″ oder die Hardware-Ausstattung des Computers. Viel mehr sammelt die Spionagesoftware Daten vom Nutzer ein: Arbeitsdateien, besuchte Websites, gespeicherte Bilder, Musik, Filme, Software-Nutzung – einfach alles. Gebündelt werden dann sämtliche Informationen an den Hersteller geschickt, der diese dann gezielt für personalisierte Werbung einsetzen kann. Besonders dreist: Origin hält das alles in seinen AGBs fest. Ferner muss sich der User dort sogar bereit erklären, auf eine Klage wegen der Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte zu verzichten. Das klingt so unglaublich, dass man denkt, es wäre ein Scherz. Ist es aber nicht – nicht mal ein Schlechter. Denn was EA mit “Battlefield 3″ hier betreibt, ist in Deutschland und vielen anderen Ländern schlicht illegal. Daher rollt gerade eine regelrechte Protestwelle vieler Kunden an, die vor dem Kauf des Spiels davon nichts wussten und jetzt andere strengsten vom Erwerb des Ego-Shooters “Battlefield 3″ abraten. Ein guter Beleg für das Ausmaß der Aufregung sind die Rezensionen bei Amazon.

Kreative Entwickler zu unrecht bestraft

Leider hat das Ganze ein sehr bedauerliche Kehrseite. Denn die eigentlichen Entwickler von “Battlefield 3″ nennen sich “Dice” und diese Jungs, haben wirklich gute Arbeit geleistet. Das Spiel verfügt dank ihrer Mühe und Kreativität über bahnbrechende Grafik, tollen Spielspaß und ist technisch ausgefeilt wie nie zuvor. Nur leider geht genau das im Protest der Szene unter. Weil sich ein Großkonzern, wie EA, über die Persönlichkeitsrechte und die Privatsphäre seiner Kunde stellt, zerstört er auf einen Schlag die Arbeit von kreativen Entwicklern. Erschreckend und sehr schade zugleich!

Tags: , , , , , , , , , , ,

Trackback from your site.

Einen Kommentar schreiben.