Neuer Volkssport unter Jugendlichen: Cybermobbing

Written by mupaki.de on. Posted in medienblog

Neuer Volkssport unter Jugendlichen: Cybermobbing Mobbing ist (leider) keine Neuerscheinung in unserer Gesellschaft. Schon lange Zeit mussten und müssen insbesondere Schüler darunter leiden, dass andere sie verbal oder schriftlich quälen und angreifen. Dass dies tiefgreifende Auswirkungen auf das psychische Wohlbefinden des Jugendlichen haben kann, muss wohl nicht großartig begründet werden. Jugendliche sind in einer Phase der Selbstfindung und des Ausprobierens und sind selten mit sich im Reinen. Dank des Internets und der Verbreitung anderer Kommunikationsmittel beschränkt sich das Mobben aber nun nicht mehr nur auf die Schule, sondern begleitet die Betroffenen den gesamten Tag. Rund um die Uhr, überall, ohne Unterbrechung.

Soziale Netzwerke werden zum Tatort

Wo? Zumeist in den sozialen Netzwerken, die Jugendliche nutzen, um zu chatten, sich ihre neuesten Party- und Urlaubsfotos zu zeigen aber auch um andere fertig zu machen. Das sog. Cybermobbing scheint täglich schlimmer zu werden. Das Schlimme: das Internet vergisst nichts. Was hier einmal landet, bleibt – ist auf ewig wieder auffindbar. Für die Opfer ist das nicht nur ein tiefer Einschnitt in ihre Privatsphäre, sondern ein endloser Spießrutenlauf, da die Infos sich rasend schnell verbreiten. Innerhalb weniger Minuten ziehen sich die „sensationsgeilen“ Jugendlichen Videos, Bilder oder ähnliches aus dem Internet aufs Handy und schicken es wiederum an andere.

Stellungnahme aus der Öffentlichkeit

Allmählich steigt nun die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, was dieses Thema betrifft. Mittwochabend hat beispielsweise Anne Will das Thema Cybermobbing zu ihrem Thema gemacht und mit verschiedenen Persönlichkeiten, u.a. Michael Winterhoff und einem ehemaligen Mobbingopfer von Stefan Raab, darüber diskutiert. Zuvor zeigte das Erste den deutschen Film „Homevideo“, in dem es um einen 15-jährigen Jungen geht, der sich beim Onanieren filmt und dessen Aufnahmen durch einen dummen Zufall in die Hände seiner Klassenkameraden und später ins Internet geraten. Der Spießrutenlauf beginnt… In der anschließenden Diskussionsrunde kommen die Teilnehmenden um Anne Will u.a. zu dem Schluss, dass dieser Film ein guter „Lehrfilm“ für den Unterricht wäre. Hier ist dieses Thema immer wieder aufs Neue aktuell und bleibt leider doch häufig unentdeckt.

Forschungsergebnisse zum Cybermobbing

Es ist wenig überraschend, dass auch erste Studien dieses Bild widerspiegeln. In einer Forsa-Umfrage, die von der Technischen Krankenkasse in Auftrag gegeben wurde, sind über 1000 Jugendliche in NRW im Alter zwischen 14 und 20 Jahren telefonisch interviewt worden. Die Ergebnisse? Erschreckend! Jeder dritte Jugendliche wurde demnach bereits Opfer einer Mobbing-Attacke, jeder Fünfte wurde dabei über das Internet oder per Handy direkt beleidigt bzw. bedroht.

Und was kann man tun?

Genau das ist die Kernfrage, die nicht ohne weiteres zu beantworten ist. Zwar können wir gesetzeswidrig jene abhören, die angeblich illegal mit Arzneimitteln handeln (mupaki.de berichtete darüber), haben aber keine Möglichkeit Täter von Mobbing ausfindig zu machen. Wo ist der Fehler?! Wie auch immer, es bringt wenig irgendjemandem die Schuld in die Schuhe zu schieben. Fakt ist, wir brauchen eine Lösung – und zwar schnell. Um all jenen zu helfen, die bereits Opfer von bösartigen Mobbingattacken sind, aber auch jenen, die noch zum Opfer werden können. Und das betrifft theoretisch jeden. Jeden! Und ist auch nicht auf unsere Kinder oder Jugendlichen beschränkt.

Suchbegriffe:

  • cybermobbing logo
  • Cybermobbing Bild
  • cybermobbing
  • textanalyse cybermobbing
  • mobbing der neue volkssport
  • teenager mobbing filme party

Tags: , , , , , , ,

Trackback from your site.

Einen Kommentar schreiben.