VZ Pausenhof mit “Top oder Flop” Bewertung wieder eingeschränkt

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Mobbing-Gefahr: Kritik an SchülerVZ durch VZ-Pausenhof Auf Schulhöfen geht es in den Zeiten zwischen zwei Unterrichtseinheiten oft heftig zur Sache. Das Kinder und Jugendliche sich manchmal hemmungs- und schonungslos mobben, werden viele Eltern und Lehrer wissen. Allerdings lässt sich dies in vielen Fällen durch beherztes Eingreifen der Aufsichtspersonen eindämmen und Störenfriede schnell feststellen. Geschieht so ein Mobbing im Internet, ist es schon sehr viel schwieriger dagegen vorzugehen.

Soziales Netzwerk Schüler-VZ unter Kritik

Genau dieses digitale Mobbing wurde kürzlich dem sozialen Netzwerk Schüler-VZ zugeschrieben. Besser gesagt kritisierten viele Eltern und Netzexperten, dass durch den neu eingeführten VZ-Pausenhof das Cybermobbing begünstigt werden könnte. Hinter dieser neuen Funktion, steckt bekannte Funktionalität: was vielen Nutzern anderer sozialer Netzwerke als “Hot or Not” bekannt sein drüfte, deklarierte Schüler-VZ als “Top oder Flop”. Ähnlich wie beim Facebook-Like-Button, kann man dort angemeldete Nutzer positiv (Daumen hoch) aber auch negativ (Daumen runter) bewerten. Gerade Letzeres ist vielen Eltern und Lehrern ein echter Dorn im Auge. So wird das reale Mobbing, dass ohnehin schon an vielen Schulen stattfindet, durch diese neue Funktion noch begünstigt. Einige Kritiker mutmaßen, dass die Macher von Schüler VZ diese Funktion nur eingeführt haben, weil sie den Nutzerschwund und die immer weiter sinkenden Klickzahlen reduzieren wollten. Denn durch die Popularität von Facebook, ist die Klickrate von Schüler-VZ innerhalb eines Jahres um 80% gesunken.

Schüler VZ verteidigt seinen VZ-Pausenhof

Bis dahin wurden die VZ-Netzwerke von vielen Datenschutzexperten oft und hoch gelobt, da sie vieles besser machten, als der Hauptkonkurrent Facebook. Jedoch kämpft das Netzwerk um sein Überleben und an dieser Stelle sind Innovationen gefragt. Das Cybermobbing jedoch zu begünstigen, war laut Tobias Scheiba (Marketing-Chef der VZ-Netzwerke) nicht die Absicht hinter dem VZ-Pausenhof. Denn was auf den ersten Blick tatsächlich nach einer Steilvorlage für Mobbing-Attacken im Internet aussieht, relativiert sich bei genauere Betrachtungsweise schnell. So können die Nutzer mit “Top oder Flop” andere User bewerten, wenn sie selbst beim VZ-Pausenhof angemeldet sind. Durch eine Ignorier- und Melde-Funktion, lassen sich die Nutzerbewertungen sogar begrenzen. Des Weiteren sind die Anzahl an geklickten “Flops” gar nicht einsehbar – auch nicht über Umwege oder Tricks. Ein unbeliebter Schüler würde also gar nicht an den digitaler Pranger gestellt werden, weil es für niemanden sichtbar ist.

Schüler VZ schränkt Pausenhof ein

Aufgrund der massiven Kritik aus vielen Seiten erklären sich die Verantwortlichen der VZ-Netzwerke dazu bereit, die Funktion des VZ-Pausenhofs einzuschränken. So ist ab dem 10. Dezember 2011 nur noch eine “Top” Bewertung möglich – die “Flop” Funktion wurde deaktiviert. Durch diesen Aufschrei in der Medienlandschaft dürfte jedoch Schüler VZ ein Stück seine Glaubwürdigkeit eingebüßt haben. Einem ohnehin schon “kränkelnden” sozialen Netzwerk tut solche Publicity natürlich alles andere als gut. Es bleibt daher also abzuwarten, wie sich die Zukunft rund um die VZ-Netzwerke entwickeln wird.

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