Leistungsschutzrecht schränkt Internetsuche ein

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Leistungsschutzrecht schränkt Internetsuche ein Partizipation ist doch immer von jungen Menschen gefordert. Also, liebe junge Menschen, ältere Menschen, alle Menschen, die Interesse an Informationen haben: mischt euch ein! Der Grund: der Bundestag plant die Verabschiedung des so genannten Leistungsschutzrechtes. Dieses Recht würde Verlagen gestatten, Suchergebnisse für Presseartikel zu verbieten oder zahlungsabhängig zu machen. Für Suchmaschinen und andere Dienste hätte es zur Folge, dass sie weniger Informationen freigeben können. Die Folge: der Internetnutzer, also Du und ich, deine Freunde, Familie, Nachbarn und alle, die das Internet nutzen, finden passende Informationen deutlich schwerer – im Extremfall vielleicht gar nicht. Jetzt, wo sich der Großteil endlich ans Netz gewagt und die Vorteile des World Wide Web kennen gelernt hat, soll uns diese große Freiheit genommen werden. Vor einigen Tagen wurde ein Gesetzesentwurf zum Leistungsschutzrecht vom Bundestag an Fachausschüsse weitergegeben, die nun darüber beraten.

Google startet Kampagne “Verteidige Dein Netz”

Der Gigant Google, der quasi von der Suche der Internetnutzer lebt, hat eine Kampagne gestartet, um eben dieses Gesetz zu verhindern. Die Gründe, die gegen das Gesetz sprechen, sind: Schaden für die deutsche Wirtschaft, Gefahr für die Informationsvielfalt, Massive Rechtsunsicherheit, Rückschlag für innovative Medien und Urheber sowie Marktwirtschaft paradox. Nehmen wir einmal den Medienblog von mupaki.de. Es wird uns vermutlich künftig schwer gemacht werden, euch auf dem Laufenden zu halten über interessante Ereignisse rund um die Medienwelt, da wir selbst nicht mehr an die Informationen herankommen. Wer die gesuchten Infos nicht im deutschsprachigen Web findet, wird auf Quellen anderer Länder zurückgreifen (müssen), deutsche Meinungen fallen förmlich “hinten runter” und der Nutzer ist schlechter informiert. Das Internet als Rechtsraum ist nach wie vor eine heikle Angelegenheit. Ein solches Gesetz würde dies verstärken, da niemandem, der im Netz publiziert (Blogger, Webmaster…), klar ist, was er darf und was nicht. So könnten zahlreiche Gründe aufgezählt werden, die gegen das Gesetz sprechen. Nur so viel: es ist bezeichnend, wenn sich der Berufsverband freier Journalistinnen und Journalisten, Blogger, Medienwissenschaftler, der Bundesverband der Deutschen Industrie, führenden Ökonomen, aber auch Netzpolitiker und Experten und viele mehr gegen das Gesetz aussprechen. Das hat nichts mehr mit Lobbyisten zu tun, denn das Spektrum an Gegnern könnte kaum größer sein.

Google kritisiert aus Eigennutz – oder leidet doch der User am Ende?

Natürlich sind solche Dinge immer aus zwei Perspektiven zu betrachten. Dass Google massiv dagegen ist und dafür wirbt, ist klar, denn für Google würde es massive Einschnitte geben, wenn ein solches Gesetz in Kraft tritt. Es heißt schließlich nicht umsonst im Alltag “Google das doch mal” statt “Suche doch im Internet danach”. Das sei nur mal am Rande erwähnt…wir sind trotzdem für freie Meinung und viele Suchergebnisse.

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