Internetabhängigkeit im Fokus der Forschung

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Internetsucht Suchtreport 2012 Die Schattenseiten des WWW werden allmählich sichtbarer. Auch wenn vermutlich die Vorteile des Internets und der Neuen Medien überwiegen, so gibt es auch einen extremen Nachteil: es kann zu einer stoffungebundenen Sucht führen. Doch anders als bei stoffgebundenen Süchten wie Alkohol- oder Drogenabhängigkeit ist nicht zwangsläufig jeder von Computerspielsucht oder Internetabhängigkeit betroffen. Ungefähr seit der Jahrtausendwende wird das Problem des so genannten “pathologischen Computer- oder Internetgebrauchs” beobachtet. Inzwischen sind viele Beratungsstellen auf dieses Problem eingestellt, doch eine abschließende Klärung, wann von Abhängigkeitsverhalten auszugehen ist, liegt noch nicht vor. Allein die Nutzungszeit ist kein Indiz, vielmehr spielt auch die Persönlichkeit des Einzelnen eine Rolle. Pathologisch wird das Verhalten erst dann, wenn andere Bereiche des Lebens wie Freizeit, Partnerschaft/Freundschaft oder Beruf stark vernachlässigt werden. Das heißt, trotz des Wissens, dass der übermäßige Gebrauch schädlich ist, kann dieser nicht eingeschränkt werden.

Wer ist betroffen von Computerspielsucht & Co.?

Grundsätzlich kann weder eine bestimmte soziale Schicht noch eine konkrete Altersspanne benannt werden, die für Spielsucht besonders gefährdet ist. Es hat sich allerdings gezeigt, dass aktuell überwiegend Jugendliche und junge Erwachsene pathologischen Computerspiel- bzw. Internetgebrauch aufweisen. Vor eiligen Rückschlüssen sollte jedoch Abstand genommen werden – die derzeit Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen sind die erste Generation, die mit dem Medium Computer/Internet aufgewachsen ist, also gewissermaßen reingewachsen ist. Sie sind die ersten, die vieles austesten und zahlreiche Entwicklungen mitmachen, was die Neugier stetig wachsen lässt. Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass eine Abhängigkeit dieser Art selten allein auftritt, sondern als so genannte komorbide Störung. Das bedeutet, es können mehrere psychische Erkrankungen bei den Betroffenen diagnostiziert werden. Dazu zählen insbesondere Depressionen, affektive Störungen, ADHS oder andere Substanzmissbräuche. Es gibt zwar noch keine genauen Zahlen, aber dank der Studie PINTA (“Prävalenz der Internetabhängigkeit“) kann angegeben werden, dass ca. 1 % der 14 – 64-Jährigen in Deutschland als internetabhängig eingestuft werden. Hinzu kommen 4,6 % dieser Altersspanne, die als problematische Internetnutzer gelten.

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