Rache an US-Behörden für Sperrung von Megaupload

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Rache an US-Behörden für Sperrung von Megaupload Kurz nachdem die Filesharing-Seite Megaupload von den US-Behörden gesperrt und vom Netz genommen worden ist, hat die Hackergruppe Anonymous Rache geschworen und damit gedroht, wichtige Seiten der US-Justiz oder Sicherheitsbehörden anzugreifen. Wenige Stunden späten waren die FBI-Seite und die Website des amerikanischen Musikindustrie-Verbandes (RIAA) nicht mehr erreichbar. Zu diesen Angriffen hat sich die Hackergruppe Anonymous bekannt, die schon öfter mit Ihren Aktionen für Wirbel gesorgt hat. Das bekannteste Markenzeichen der Gruppe ist die Maske von Guy Fawkes, einem britischen Offizier. Diese bleiche Maske mit den feinen Gesichtszügen ist mittlerweile zum Symbol des Hacker-Widerstandes gegen verschiedene Behörden und Konzerne geworden. Denn wann immer es um Cyberattacken gegen große und populäre Websites ging oder aber um öffentliche Proteste auf der Straße war diese Maske allgegenwärtig.

Angriff auf CIA-Website keine Aktion von Anonymous

Vor kurzem war auch die Website der Central Intelligence Agency (kurz CIA) nicht erreichbar. Die Ursache dafür war eine sogenannte DDoS-Attacke über das Web. Dabei wird die Internetseite mit unzähligen Anfragen und kleine Datenpaket bombardiert, bis sie unter dieser Last zusammenbricht. Meist dauert es mehrere Stunden, bis die Administratoren die Seite wieder erreichbar machen können. Genau das ist auch der Website der CIA passiert, was auch hier für einen stundenweisen Ausfall sorgte. Der russische Fernsehsender “Russia today” stellte schnell die Vermutung auf, dass diese Cyberattacke der Hackergruppe Anonymous zuzuordnen sei. Jedoch erwiderten die Hacker, dass sie lediglich darüber informierten, es aber nicht selbst gewesen seien. Denn neben Anonymous gibt es eine ganze Reihe weiterer Hackergruppierungen, die ebenfalls immer wieder Angriffe auf Websites großer Konzerne und wichtiger Behörden starten.

Yamatough veröffentlich Quellcode von Symantec

Einer der bekanntesten Software-Hersteller für Sicherheitstools und administrative Lösungen ist das Unternehmen Symantec. Neben bekannten Antivirenprogrammen und Firewall-Systemen bietet Symantec auch eine sogenannte Remote-Software an. Mit pcAnywhere ist es möglich, den heimischen Rechner via Internet fernzusteuern. Diese Software wird auch von vielen Unternehmen eingesetzt, um Kunden schnell auch aus der Ferne bei technischen Problemen helfen zu können. Genau dieses Programm, besser gesagt der Quellcode, wurde von der indischen Hackergruppe Yamatough geknackt. Der Quellcode ist die Basis des Programms, also praktisch das gesamte technische Fundament. Hier stehen alle Anweisungen, Routinen und Abläufe wie die Software zu arbeiten hat. Das Problem: findige Spezialisten können anhand des Quellcodes genau nachvollziehen, wie pcAnywhere arbeitet und damit gezielt Nutzer dieser Software angreifen oder aber mit geringem Aufwand und kleinen Änderungen eigene Remote-Programme entwickeln. Yamatough versuchte Symantec erst auf 50.000 Dollar zu erpressen, um den Quellcode zurückzukaufen. Der Konzern ging auf diese Forderung nicht ein und so landete der gesamte Quellcode frei und öffentlich verfügbar im Internet. Angeblich sei Symantec auf diesen Angriff und die damit verbundene Veröffentlichung ihres Codes vorbereitet gewesen. Mittlerweile gibt es ein Sicherheitsupdate, was diese Lücke wieder schließen soll.

Fazit der Cyberattacken

Früher waren Hacker oftmals die bösen, dunklen Gestalten die mit fiesen Angriffen im Netz für Angst und Schrecken sorgten. In der Zeit der sozialen Netzwerke, in der sich Menschen global mit einander vernetzen und ein reger Daten- und Informationsaustausch herrscht, avancieren Hacker eher zum Symbolcharakter von Robin Hood. Denn auch und gerade große, mächtige Konzerne geraten mit zwielichtigen Machenschaften immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit. In dieser Zeit, wo sich Hacker gegen diese Konzerne auflehnen, hat sich der Blickwinkel der Internetnutzer verändert. Gruppierungen, wie Anonymous, werden von vielen Nutzern mittlerweile fast schon in der Rolle von Robin Hood gesehen. Es bleibt jedoch ein zweischneidiges Schwert: nicht alle Hacker verfolgen ehrenhafte Ziele und nicht alle Konzerne führen Böses im Schilde. Aber die Grenzen der Wahrnehmung haben sich in den letzten Jahren stark verschoben. Da wundert es auch nicht, dass große Unternehmen mit Abkommen wie ACTA, SOPA oder PIPA sich ein Stück ihrer Macht zurückholen und damit das Internet in seiner Freiheit begrenzen wollen.

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