Was hat das soziale Netzwerk Facebook mit dem König Jakob I. (England) zu tun?

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Guy-Fawkes-Day: Anonymous vs. Facebook Sie schaffen es immer wieder in die Schlagzeilen. Dieses Mal aber unbeabsichtigt. Heute ist der 5. November, in Großbritannien steht dieser Tag für die Guy Fawkes Night. Geschichtlicher Abriss: 1605 beschließt der katholische Offizier Guy Fawkes das englische Parlament mitsamt König Jakob I. in die Luft zu sprengen. Die Aktion sollte dem Protest gegen die Katholikenverfolgung dienen – scheiterte aber. Dank der Comic-Serie „V wie Vendetta“  wird Fawkes erst richtig berühmt. Der Held der Serie trägt nämlich eine Guy-Fawkes-Maske und wehrt sich als anarchistischer Einzelkämpfer gegen ein totalitäres Regime. Nach der Verfilmung des Comics 2006 ist Guy Fawkes dann so ziemlich jedem bekannt und avanciert zum anarchistischen Widerstandskämpfer mit Charme und einer großen Portion Sympathie.

Anonymous vs. Facebook

Soviel zur Geschichte. Hier der Bezug zur Gegenwart: Das Hacker-Kollektiv Anonymus plant einen Angriff auf Facebook. Die „Werbung“ dafür läuft bereits seit Wochen. Anonymus hat sich die Guy-Fawkes-Maske zum Markenzeichen gemacht und zeigt sich damit vor allem bei Demonstrationen (man erinnere sich zuletzt an die „Occupy“-Bewegung, die Politik und Wirtschaft in den letzten Wochen bei Atem hält). Nun haben sie sich gegen Facebook verschworen und planen für „ihren“ historischen 5. November einen Angriff auf das soziale Netzwerk. Was genau passieren soll, ist umstritten. Man munkelt sogar, dass sich die Gruppe gespalten habe als es um den Facebook-Angriff ging. Für gewöhnlich, so die Erläuterung, greifen sie nicht den „Boten“ an, sondern die Mächtigen, die dahinter stehen. Facebook dient in dem Sinne als Werkzeug. So zumindest ihr Statement, das bei Twitter unter dem Account „Anonops“ nachzulesen ist. Nun,  uns bleibt nicht viel als abzuwarten, was passieren wird. Sollten sie persönliche Daten „finden“ und veröffentlichen, hat zwar Facebook ein Riesenproblem, aber auch Anonymus wird dann nicht sauber aus der Sache herauskommen. Vermutlich ist aber eher eine Art „Aufklärungskampagne“ geplant, die sich spamartig verbreiten wird.

Und was sagt Facebook?

Laut einer Sprecherin sind die Betreiber von Facebook nicht in Panik oder ähnliches verfallen, sondern sehen demheutigen Tag wie jedem anderen entgegen. Es gäbe ausreichend Sicherheitsvorkehrungen und Partnerschaften, die das Netzwerk unterstützen.

Was kann der User tun?

Tja, aus unserer Sicht, nichts anderes als das, wozu wir ohnehin immer wieder raten: so wenig Daten wie möglich freigeben, alle möglichen Sicherheitseinstellungen optimieren (das heißt, soviel wie möglich für die Öffentlichkeit sperren). Ob das genügt, ist bei einem Betreiber wie Facebook ohnehin umstritten. Aber es ist besser als nichts. Und nun können wir nur warten…warten, was die „Operation Facebook“ tatsächlich mit sich bringen wird.

Medien-Tipp:

Der Fernsehsender 3sat gibt einige Randinfos zur bekanntesten Hackgruppe (Quelle: YouTube 2011)

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