Urheberrechtsverletzung in sozialen Netzwerken

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Urheberrechtsverletzung in sozialen Netzwerken Bild- und Urheberrechte im Netz waren schon immer ein heikles Thema. Vor einigen Tagen traf es nun einen Facebookuser, der das Portal gewerblich nutzt. Das Problem: in einer Link-Vorschau wurde ein Bild gezeigt, das von einer Fotografin und nicht dem entsprechenden User gemacht wurde – demzufolge verletzte er damit die Urheberrechte.

Teure Abmahnung dank Facebook

Nachdem 2012 bereits vielfach Blogger abgemahnt wurden auf Grund der Verletzung von Urheberrechten, traf es nun erstmals einen Facebook-User. Neben der Abmahnung wird eine Strafe in Höhe von 1.800 Euro fällig. Seine Anwälte räumen zwar eine Urheberrechtsverletzung eventuell ein, sind jedoch mit der Höhe der Schadensersatzforderung nicht einverstanden. Die Beklagte forderte zusätzlich “die sofortige Entfernung des Bildes, die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung sowie Schadensersatz und die Abmahn-Kosten”.

Schutz vor Abmahnung bei Facebook

Wie aber kann man sich nun dagegen schützen? Eigentlich ganz einfach – wer weiterhin Links teilen möchte, sollte einfach auf das Vorschau-Bild verzichten, sobald die Urheberrechte nicht bei einem selbst liegen. Wer das nicht möchte, läuft Gefahr, eine Abmahnung zu erhalten. Bevor es also zu weiteren teuren Späßen dank exzessiver Netzwerknutzung kommt, sollte der eine oder andere die Konsequenzen im Voraus bedenken. Natürlich ist es einfach alles zu teilen und wir möchten weiterhin in der großen “Wir haben uns alle lieb und teilen alles miteinander”-Blase leben, aber sie fällt uns auf die Füße. Bild- und Urheberrechte gibt es nämlich nun einmal. Und das wird auch so bleiben. Auch bei Facebook. Vermutlich stehen wir erst am Anfang dieser ganzen Wer-darf-was-im-Netz-Geschichte und die Anzahl der Juristen, die sich auf Recht im Internet spezialisieren, wird weiter wachsen. Bis jetzt sind viele noch ungestraft oder mit einem blauen Auge davon gekommen, eben weil wir noch in den Kinderschuhen stecken. Insbesondere im Netz gibt es noch viele Grauzonen, was Recht und Unrecht betrifft. Doch früher oder später wird es auch hier deutliche Gesetze und Regelungen geben. Und dann ist es vielleicht nicht mehr der Postbote mit dem Zalando-Paket, der in der Tür steht, sondern der Postbote mit dem Brief eines Anwalts.

Suchbegriffe:

  • strafe für Vergewaltigung oder Urheberrechts verletzung

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