Facebook: echte Namen der Freunde statt Anonymität

Written by mupaki.de on. Posted in medienblog

Facebook Pseudonyme Da waren sie wieder, die Facebook-Giganten. Ihre neueste Idee: die User benutzen, um Fake-Profile bzw. falsche Namen (sog. Pseudonyme) anderer Facebook-Nutzer aufzudecken. Wie das geht? Scheinbar  unscheinbar – mit einem Dialogfenster und der Frage „Ist dies der echte Name deines Freundes?“ sollen Nutzer angeben, ob ihr Kontakt (dargestellt mit Nutzername und Profilbild) seinen echten Namen benutzt. Ein ähnliches Verfahren wird bereits bei auffälligen Loginversuchen angewandt: man bekommt dann mehrere Fotos von Freunden zu sehen und muss diese dem Namen zuordnen. Dabei handelt es sich um einen „Sicherheitscheck“. Auch wenn das eine seltsame Art der Prüfung ist, kann man sie sich noch schön reden. Aber Gefahr zu laufen, echte Freunde unabsichtlich zu „verpfeifen“ oder selbst „verraten“ zu werden, nur um ein bisschen Privatsphäre und Anonymität zu wahren? Das ist nun wahrlich nicht nutzerfreundlich.

Echtheitsprüfung bei Facebook nur zu „statistischen Zwecken“

Das Interessante ist, dass spiegel.de zu dem Beitrag, der dieses Thema aufgreift, folgenden Nachtrag veröffentlicht hat: „Nachtrag: Nach Erscheinen dieses Artikels teilte Facebook mit, die bei diesem Test gesammelten Informationen würden nur “aggregiert” zu “statistischen Zwecken” ausgewertet.“ Was sagt man dazu? Facebook gibt zu, dass diese Prüfung der Echtheit der Nutzer tatsächlich von ihnen stammt, aber wie immer ist alles nur ein Test, ohne Folgen für die User, alles nur zur Sicherheit. Na klar. Denn ohne jegliche Anonymität und mit Gesichtserkennungssoftware wird das Surfen im Internet immer sicherer. Natürlich. Wusstet ihr schon, dass der Mann im Mond eine karierte Hose trägt? Glaubt ihr nicht? Wir auch nicht. Ebenso wenig, dass Facebook auf einmal dermaßen userfreundlich wird und uns nur schützen möchte. Nein, der blaue Riese möchte viel lieber unsere Daten haben, denn Unternehmen nutzen das soziale Netzwerk ebenso häufig zu Werbezwecken wie der Otto-Normalverbraucher um über sein Leben zu philosophieren. Praktisch, wenn wir dann nur noch gläserne User sind. Abschließend ein Zitat von Randi Zuckerberg, das sie Mitte 2011, kurz vor dem Verlassen des Unternehmens verlauten ließ: „Anonymität im Internet muss verschwinden.“ Wenn das nicht zum Nachdenken anregt…

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