Facebook naturverbunden – wenn ein Baum twittert und Freunde hat

Written by mupaki.de on. Posted in medienblog

Facebook naturverbunden - wenn ein Baum twittert und Freunde hat So allmählich wird’s verrückt, wird sich der Eine oder Andere fragen, der sich regelmäßig mit sozialen Netzwerken und deren Neuerungen beschäftigt. In Zeiten der ach so süßen Knuts und der niederschmetternden Neuigkeiten vom Kraken-Orakel Paul verwundert es eigentlich nicht, dass nun auch Bäume twittern und bei Facebook sind. Oder doch? Nun ja, kommen wir mal zum Hintergrund: wer von uns Städtern kann von sich behaupten, regelmäßig in der Natur zu sein?! Und damit ist nicht das Gassi gehen auf verschmutzten Gehwegen im Großstadtsmok gemeint, sondern so richtig mit Bäumen und viel Ruhe, für alle, die es nicht mehr kennen, das Ganze nennt sich Wald. Größer gefasst Natur.

Technik soll Jugendliche begeistern

Inzwischen schreien alle nach Waldpädagogik und nachhaltiger Entwicklung. Das kommt aber gerade bei Jugendlichen nicht so gut an. Was machen wir da? Wir schließen an eine dicke 150 Jahre alte Eiche an diverse Messgeräte und messen neben Wetter und Wachstum auch den Saftfluss im Baum. Dank Wissenschaftlern der Uni Erlangen und der Zeitschrift „Spektrum der Wissenschaft“ erreichen diese Werte die sozialen Netzwerke, indem sie in menschliche Worte umgewandelt werden. „Was für ein Tag! It’s Fotosynthese time!“ ist beispielsweise ein Kommentar der Eiche Kim.

Besucht Kim in Erlangen

Wer den Baum übrigens mal persönlich kennen lernen möchte, er befindet sich im Botanischen Garten in Erlangen. Mal abgesehen davon, dass es einen ähnlichen Baum bereits in Belgien gibt, verfolgt der Kurator des Botanischen Gartens, Walter Welß, ein bestimmtes Ziel: er möchte die Menschen wieder zur Natur bringen. Was für andere als Blödsinn erscheinen mag und Kritikern zu unwissenschaftlich ist, ist bei genauerer Betrachtung kein falscher Ansatz. Wo finden wir denn überall auf der Welt viele Menschen auf einem Haufen? Richtig, im Netz und besonders Jüngere finden wir in sozialen Netzwerken.

Neue Medien effektiv nutzen

Wenn die Kuh aber lila ist und sich Rehkitz mit Bullen paaren, ist da bei der Grundbildung gehörig was falsch gelaufen. Um auf die Probleme der Natur, insbesondere auch der Wälder und ihrer „Bewohner“ aufmerksam zu machen, bedarf es mehr als langen Zeitungsartikel in spezifischen Zeitschriften, die nur diejenigen lesen, die ohnehin von der Problematik wissen. Wenn aber die größten Unternehmen über Facebook Werbung machen und all die Lindsay Lohans oder ähnliche über Glück und Leid twittern, wieso sollte das die Natur nicht auch können?! Spielerisch werden wichtige und grundlegende Infos zur Natur gegeben und wie wir alle wissen, beiläufig lernt es sich eben am besten.

Unser Fazit

Also wir, das mupaki.de-Team finden sprechende Bäume toll…und ganz ehrlich, wir lieben das Internet und die Neuen Medien, aber einfach mal einen Tag an der frischen Luft verbringen und die Seele baumeln lassen, Sonne und Energie tanken, das ist doch das, was wir eigentlich brauchen um zu leben. Ach ja, für alle Kulturbanausen da draußen: 2011 ist das „Jahr der Wälder“ – also lasst auch sie mal zu Wort kommen!

Medien-Tipp

In aller Kürze wird in diesem kleinen Clip (Quelle: YouTube 2011) noch einmal das einzigartige Projekt beschrieben, dass in circa drei Monaten über 100.000 Mal angeschaut wurde.

Tags: , , , , , , , ,

Trackback from your site.

Einen Kommentar schreiben.