spieltheorie

Das Spiel – Bedeutung für kindliche Entwicklung

Es ist heutzutage das natürlichste auf der Welt, dass Kinder in unserer Gesellschaft ihren Alltag in erster Linie mit Spielen verbringen. Das war aber nicht immer so – weit bis ins 19. Jahrhundert war es üblich, dass die Überzahl der Kinder zum Verdienst der Familie beizutragen hatte. Lediglich Kinder aus den so genannten bürgerlichen Familien hatten eine Art Kindheit, wie wir sie heute verstehen. Dabei ist das Spielen für Kinder in vielerlei Hinsicht wichtig und notwendig für ihre Entwicklung.

Einlassen auf die Realität

Täglich prasseln massenhaft Einflüsse auf die Kinder ein. Viele davon verstehen sie noch nicht oder nehmen sie nur beiläufig wahr. Andere wiederum erfordern die Aufmerksamkeit des Kindes, auch negative Erlebnisse. Im Spiel können Kinder die Wirklichkeit „nacherschaffen“ und so das Erlebte verarbeiten. Auf diese Weise wird die Wirklichkeit für sie „real“, sie finden einen Weg mit dem Erlebten umzugehen, da sie es im Spiel verarbeiten konnten. Ein typisches Merkmal ist dabei die Wiederholung. Bestimmte Spiele werden immer und immer wiederholt. Dabei mangelt es dem Kind nicht an Einfallsreichtum oder Ideen, sondern es verarbeitet aktiv bestimmte Dinge, die es nicht versteht oder eine innere Unruhe auslösen.

Anpassung und Ausbildung der Handlungsweisen

Das tägliche Spiel steht in Wechselwirkung mit der Umwelt, in der es abläuft. Die Umwelt, die das Kind umgibt, bestimmt die Spielinhalte. So spielt das Kind beispielsweise „Tod der Oma“, weil die Oma tatsächlich kürzlich gestorben ist, schwer krank ist und im Sterben liegt oder auch weil es im Fernsehen eine alte Frau hat Sterben sehen (im Film) und dies nun auf die eigene Oma – als Personifizierung eines alten Menschen aus der eigenen Umwelt – überträgt. Eventuell keimt in dem Kind auch eine große Angst davor, die Oma sterben zu sehen. Auch wäre es möglich, dass das Kind selbst die Rolle der Oma einnimmt und stirbt. Das Spiel dient in diesem Moment der Bearbeitung dieser Einflüsse. Dabei werden sie verändert, eventuell in neue Zusammenhänge gebracht. Dadurch erlernt das Kind alternative Handlungsweisen, also wie es beispielsweise mit einer sterbenden Frau umgeht oder welche Gefühle es auslöst. Diese wirken dann vom Spiel auf die Umwelt zurück. Ein weiteres Beispiel zum Erlernen neuer Verhaltensweisen: ein Kind hat eine volle Windel und nimmt das Gefühl von Nässe und Unwohlsein wahr. Es beginnt zu weinen. Daraufhin erscheint ein Erwachsener, meist ein Elternteil und wickelt das Kind. Daraus erlernt das Kind die Verhaltensweise “weinen, wenn ich etwas brauche oder möchte.”

Ausbildung sensumotorischer Fähigkeiten

Der Begriff Sensomotorik wird in der Psychologie und Pädagogik in erster Linie mit Jean Piaget in Verbindung gemacht. Ein Exkurs zu diesem Thema würde den hier vorliegenden Rahmen sprengen – aus diesem Grund nur ein paar Anmerkungen. Bei der Entwicklung der Sensomotorik eines Kindes geht es um die Wahrnehmung der Sinne, eine darauf folgende Reaktion und die Wahrnehmung der Wirkung dieses Verhaltens. Der Begriff besteht sowohl aus Sensorik als auch Motorik, wobei zwischen beiden Bereichen eine Wechselbeziehung vorliegt. Auf das Spiel bezogen, bedeutet oben gesagtes insgesamt, dass Kinder neue Handlungsmöglichkeiten ausprobieren können und je nach Wirkung diese in die Realität übernehmen oder nicht. Sie haben damit ein Stück weit Einfluss auf ihr Umfeld. Besonders gut können auf diese Weise soziale Verhaltensweisen wie Rollenverständnis, Einfühlungsvermögen oder das Gemeinschaftsgefühl erlernt werden. Das Spiel, in dem sie sich mit anderen Kindern befinden, fordert und fördert soziale Verhaltensweisen. Zugleich werden gesellschaftliche Konfliktmuster (die das Kind im Alltag erlebt hat) reproduziert und sozusagen bearbeitet. In erster Linie werden dadurch also die Wahrnehmungsfähigkeiten sowie die Wirklichkeitssicht gefestigt und in das Verhaltensrepertoire übernommen.

Emotionale und geistige Freiheit

Das Spiel ist für Kinder so enorm bedeutungsvoll, weil es emotionale und geistige Freiheit schafft. Es besteht nicht mehr der Zwang einen Apfel als Apfel zu sehen – Dinge können neu erdacht, umstrukturiert werden. Wenn beispielsweise Mutter-Vater-Kind gespielt wird, ist die Mutter das Kind, der Plüschhase wird kurzerhand zum Vater und das Kind ist die Puppe. Die Familie geht einkaufen – also brauchen sie einen Einkaufswagen. Wie gut, dass der Stuhl, der sich im Kinderzimmer befindet kurzerhand „umgedacht“ werden kann. Kinder werden sehr kreativ, wenn es darum geht, ihre spielerische Welt auszugestalten. Wie oft sieht man kleine Jungs auf dem Spielplatz jagend Räuber spielen? Der Finger ist die Pistole – und peng!, der kleine Finger zielt auf das andere Kind, welches daraufhin gedanklich getroffen in den Sand fällt. Dann lachen alle und das Spiel beginnt von vorn. Kinder lernen Konsequenzen ihrer Handlungen kennen, aber eben nur auf spielerische Art und Weise.

Lassen wir sie spielen

- denn sie sind unsere Zukunft, also brauchen sie auch die Chance, sich darauf vorzubereiten.

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Infos zu eGames

Das Kinder und Jugendlichen den Computer nicht nur dazu nutzen, um zu surfen oder zu chatten sondern eben auch online zu spielen, ist kein Geheimnis. Nicht nur mit Spielekonsolen wie der XBOX oder der Playstation verbringen viele Kinder ihre Zeit. Auch am Computer wird leidenschaftlich und vor allem sehr intensiv gespielt. Der Trend am PC geht weg von lokal installierten Spielen und hin zu den Onlinegames und Browsergames. Diese werden in der Fachsprache auch eGames genannt. Diese Art der Computerspiele können von überall gespielt werden – vom PC zuhause, vom Schulcomputer oder vom Handy. Die e-Games werden gerade bei Kindern und Jugendlichen immer beliebter. Ständig kommen neue Onlinegames auf den Markt. Die meisten Spiele sind kostenlos aber oft verstecken sich die Kosten im Detail. Was Eltern aber auch Lehrer über die eGames wissen müssen, erfahren Sie hier im Medienratgeber.

Uebersicht eGames

Auf mupaki.de finden Sie eine umfangreiche Liste von Computerspielen und eine Übersicht an eGames die in letzter Zeit erschienen sind. Natürlich gibt es weit mehr Onlinegames, als die hier aufgelisteten Spiele. Wir verstehen uns auch weniger als Spielemagazin oder Gamesverzeichnis. Uns geht es als Medienratgeber viel eher darum, ein Grundverständnis der verschiedenen Spielegenres zu vermitteln. Neue Erscheinungen auf dem Spielemarkt aber auch wichtige Infos zu Games veröffentlichen wir zusätzlich in unserem Medienblog. Neben einer Liste der Spielegenres haben wir einige Computerspiele etwas näher beleuchtet und berichten über interessante Details der e-Games. Außerdem geben wir Eltern und Lehrer auf diesen Seite wichtige Hinweise und Tipps, was sie im Umgang mit digitalen Spielen beachten sollten.

e-Games und Jugendschutz

Da nicht immer alle Computerspiele jugendfrei sind erklärt mupaki.de an dieser Stelle auch noch einmal, woran man „gefährdete“ eGames erkennt und worauf Eltern beim Kauf von Spielen achten sollten. Dabei gehen wir unter anderem auf die Jugendfreigabe ein und erklären den Unterschied zwischen USK-Freigabe und FSK-Freigabe. Denn auf beinahe jedem Computerspiel sind Label angebracht, die eine USK-Freigabe zeigen. Nach welchen Kriterien e-Games bewertet und eingestuft werden, erklärt mupaki.de natürlich auch. Dabei gehen wir auf die Arbeit der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien ein und zeigen, wie diese Bundesbehörde bei der Indizierung von Computerspielen vorgeht und welche Rolle die FSK-Freigabe dabei spielt.

Gewalt in Computerspielen

Viele Eltern denken bei Gewalt in eGames immer sofort an brutale Egoshooter. Dieses Bild wurde, fälschlicherweise, durch die Berichterstattung in den Medien der letzten Jahre noch verstärkt. Oft werden Ego-Shooter in einem Atemzug mit Amok-Läufen gebracht. Wir wollen Eltern und Lehrer darüber aufklären und zeigen, dass Gewalt in Computerspielen, speziell in Ego-Shootern sicherlich eine Auswirkung haben, der Auslöser von bspw. Amokläufen jedoch oft ein anderer ist. Dabei gehen wir auf die Wirkung von Gewalt in den Medien ein und verbinden das mit aktuellen News aus dem Bereich der eGames. Grundsätzlich kann jedoch gesagt werden, wenn Eltern vorab auf die Angabe der USK-Freigabe bzw. FSK-Freigabe achten, können viele Gefahren von Computerspielen, wie Egoshootern von Anfang an vermieden werden.

Vorteile von e-Games

Neben offensichtlichen Gefahren von Computerspielen gibt es auch zahlreiche Vorteile, die e-Games mit sich bringen. Denn jedes Kind kann beim Spielen auch positive Erfahrungen machen. Computerspiele können, richtig angewandt, sogar die Entwicklung eines Kindes positiv beeinflussen. Dabei ist es natürlich enorm wichtig, dass Eltern gewisse Regeln einhalten und die richtigen Computerspiele kaufen. Zuviel Computer oder Konsole kann schädlich für das Kind sein. Neben dem Risiko von e-Games kann ein geübter Umgang mit Medien durchaus gute Auswirkungen haben. Wir beleuchten dabei nicht nur das Offensichtliche, sondern erklären Eltern u.a. auch, wie sich das Spielen bei Kindern aus wissenschaftlicher Sicht entwickelt. Stichworte der Spieltheorie sind Themen wie das Funktionsspiel, das Konstruktionsspiel, das Symbolspiel, das Rollenspiel und das Regelspiel. Als Medienratgeber sehen wir uns der Pflicht, schwierige Fakten für Eltern aufzuarbeiten und verständlich zu erklären.

Gefahr Spielsucht bei e-Games

Bei falscher Dosierung können Computerspiele schnell süchtig machen. Aber nicht jedes Kind, das viel Zeit am Computer mit eGames verbringt ist automatisch sofort spielsüchtig. Aber woran erkennt man, ob das eigene Kind computerspielsüchtig oder gar onlinesüchtig ist? Gibt es Anzeichen von Spielsucht und wenn ja, wie sollten Eltern damit umgehen? Auf mupaki.de finden Sie eine einfache Checkliste, mit der Sie prüfen können, ob die Gefahr von Computerspielsucht besteht. Gehen Sie die Checkliste einfach einmal mit Ihrem Kind durch. So können erste Anzeichen von Spielsucht oder Computersucht schnell aufgedeckt und im Vorfeld reagiert werden. Aber nicht nur Computerspiele können abhängig machen. Da viele Kinder oftmals jeden Tag auch in sozialen Netzwerken aktiv sind, besteht hier die Gefahr der Internetsucht oder Onlinesucht. Daher sollten Eltern auch auf das Surfverhalten von Kindern ein Auge haben. Eines der besten Präventionsmittel gegen die Spielsucht ist Sport und Bewegung. Ob Fussball in der Soccerhalle, Tennis auf dem Court oder einfach nur draußen spielen: ein abwechslungsreiches Sportprogramm kann oftmals wahre Wunder bewirken.

Beratung zu Computerspielen

Das Team von mupaki.de verfügt über eine große Erfahrung mit Computerspielen und e-Games. Sollten Sie als Eltern oder Lehrer einmal nicht sicher sein, wie Sie mit Situationen umgehen sollen, würden wir uns freuen, Ihnen einige Tipps und Hinweise geben zu dürfen. Nur der richtige Umgang mit Spielen und die richtige Dosierung von Computern und Spielekonsole können Kinder und Jugendliche davor schützen, onlinesüchtig oder spielsüchtig zu werden. Gern beraten wir Eltern auch, welche Computerspiele für bestimmte Altersgruppen zu empfehlen sind. Nehmen Sie dazu bitte einfach Kontakt mit uns auf. Wir sind ein interaktiver Medienratgeber und helfen Eltern auch gern via Email oder persönlichem Kontakt.