aus sicht der forschung

Computerspielsucht – das sagt die Forschung

Wichtige Erkenntnisse aus wissenschaftlicher Perspektive

Zunächst wird darauf verwiesen, dass ein exzessiver Konsum von Computerspielen nicht zwangsläufig mit einer Sucht gleichzusetzen ist. Vielmehr bedarf es so genannter Kriterienkataloge, anhand derer die Computerspielsucht diagnostiziert werden kann. Wesentliche Kriterien sind:
  • hohe Bedeutung des Computerspielens im Leben
  • steigendes Desinteresse an anderen Aktivitäten
  • Verlangen nach Ausübung der Tätigkeit “Spielen”
  • Kontrollverlust, d.h. das eigene Spielen und die Häufigkeit können nicht mehr gesteuert werden (trotz negativer Konsequenzen)
  • Toleranzentwicklung, d.h. zunehmende Steigerung des Konsums zur Bedürfnisbefriedigung und
  • Entzugserscheinungen.
Von einer Sucht kann ausgegangen werden, wenn mehrere der genannten Kriterien zutreffen. Es zeigt sich, dass diese Kriterien für eine Computersucht relativ deckungsgleich mit denen anderer Süchte, z.B. Alkoholismus sind. Dies hat unter anderem letztlich auch dazu geführt, dass Computerspielsucht allmählich als reale Krankheit anerkannt wird. Dennoch  gibt es nach wie vor verhältnismäßig wenige Spezialkliniken. Neben den o.g. Aspekten sind auch Spielinhalt und der Charakter sowie das soziale Umfeld des Computerspielers nicht unerheblich für die Entstehung einer Sucht. Es kann demnach nicht von einem Massenphänomen ausgegangen werden, sondern beschränkt sich im Vergleich zu anderen Süchten auf Einzelfälle. Allerdings ist der Forschungsstand dahingehend noch nicht so ausgeprägt, dass von konkreten Zahlen ausgegangen werden kann. Auch sind die Zusammenhänge, die die Entstehung einer Sucht fördern in der Wissenschaft umstritten. Bisherige Ergebnisse deuten aber an, dass folgende “Motive” hinter dem exzessiven Konsum stehen:
  • Flucht aus problematischen, belastenden Situationen
  • Stressbewältigung
  • Stimmungsverbesserung.
Hinter den Motiven steht zumeist der Wunsch nach Anerkennung und Integration oder auch der Machtausübung und Übernahme von Kontrolle. Im Spiel wird alles einfacher –man hat auf einmal Erfolg, die Community in der man sich bewegt lobt einen und möchte mit demjenigen “zusammenarbeiten” als Team. Das heißt, was im realen Leben vielleicht aktuell nicht funktioniert, wird durch das Spielen kompensiert. Häufig geht der überdurchschnittliche Spielekonsum auch mit psychischen Störungen wie Depressionen und Angst, evtl. auch Hyperaktivität einher. Man könnte also sagen, dass Jugendliche, die in problematischen Familien aufwachsen oder auch im schulischen Bereich sowie im Freundeskreis Schwierigkeiten haben, gefährdeter sind als andere Jugendliche. Es sei an dieser Stelle ausdrücklich darauf verwiesen, dass keine pauschalen Aussagen getroffen werden können, wer süchtig wird bzw. werden kann und wer nicht. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle, die von Fall zu Fall variieren können. Diese hier dargestellten Ergebnisse sind nur die Kurzfassung eines langen Befundes, den Prof. Dr. Michael Kunczik und Dr. Astrid Zipfel für das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend angefertigt und im März 2010 vorgelegt haben.

Suchbegriffe:

  • ist computersucht mit anderen süchten gleichzusetzen
  • wissenschaftliche sicht spielsucht

Infos zu eGames

Das Kinder und Jugendlichen den Computer nicht nur dazu nutzen, um zu surfen oder zu chatten sondern eben auch online zu spielen, ist kein Geheimnis. Nicht nur mit Spielekonsolen wie der XBOX oder der Playstation verbringen viele Kinder ihre Zeit. Auch am Computer wird leidenschaftlich und vor allem sehr intensiv gespielt. Der Trend am PC geht weg von lokal installierten Spielen und hin zu den Onlinegames und Browsergames. Diese werden in der Fachsprache auch eGames genannt. Diese Art der Computerspiele können von überall gespielt werden – vom PC zuhause, vom Schulcomputer oder vom Handy. Die e-Games werden gerade bei Kindern und Jugendlichen immer beliebter. Ständig kommen neue Onlinegames auf den Markt. Die meisten Spiele sind kostenlos aber oft verstecken sich die Kosten im Detail. Was Eltern aber auch Lehrer über die eGames wissen müssen, erfahren Sie hier im Medienratgeber.

Uebersicht eGames

Auf mupaki.de finden Sie eine umfangreiche Liste von Computerspielen und eine Übersicht an eGames die in letzter Zeit erschienen sind. Natürlich gibt es weit mehr Onlinegames, als die hier aufgelisteten Spiele. Wir verstehen uns auch weniger als Spielemagazin oder Gamesverzeichnis. Uns geht es als Medienratgeber viel eher darum, ein Grundverständnis der verschiedenen Spielegenres zu vermitteln. Neue Erscheinungen auf dem Spielemarkt aber auch wichtige Infos zu Games veröffentlichen wir zusätzlich in unserem Medienblog. Neben einer Liste der Spielegenres haben wir einige Computerspiele etwas näher beleuchtet und berichten über interessante Details der e-Games. Außerdem geben wir Eltern und Lehrer auf diesen Seite wichtige Hinweise und Tipps, was sie im Umgang mit digitalen Spielen beachten sollten.

e-Games und Jugendschutz

Da nicht immer alle Computerspiele jugendfrei sind erklärt mupaki.de an dieser Stelle auch noch einmal, woran man „gefährdete“ eGames erkennt und worauf Eltern beim Kauf von Spielen achten sollten. Dabei gehen wir unter anderem auf die Jugendfreigabe ein und erklären den Unterschied zwischen USK-Freigabe und FSK-Freigabe. Denn auf beinahe jedem Computerspiel sind Label angebracht, die eine USK-Freigabe zeigen. Nach welchen Kriterien e-Games bewertet und eingestuft werden, erklärt mupaki.de natürlich auch. Dabei gehen wir auf die Arbeit der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien ein und zeigen, wie diese Bundesbehörde bei der Indizierung von Computerspielen vorgeht und welche Rolle die FSK-Freigabe dabei spielt.

Gewalt in Computerspielen

Viele Eltern denken bei Gewalt in eGames immer sofort an brutale Egoshooter. Dieses Bild wurde, fälschlicherweise, durch die Berichterstattung in den Medien der letzten Jahre noch verstärkt. Oft werden Ego-Shooter in einem Atemzug mit Amok-Läufen gebracht. Wir wollen Eltern und Lehrer darüber aufklären und zeigen, dass Gewalt in Computerspielen, speziell in Ego-Shootern sicherlich eine Auswirkung haben, der Auslöser von bspw. Amokläufen jedoch oft ein anderer ist. Dabei gehen wir auf die Wirkung von Gewalt in den Medien ein und verbinden das mit aktuellen News aus dem Bereich der eGames. Grundsätzlich kann jedoch gesagt werden, wenn Eltern vorab auf die Angabe der USK-Freigabe bzw. FSK-Freigabe achten, können viele Gefahren von Computerspielen, wie Egoshootern von Anfang an vermieden werden.

Vorteile von e-Games

Neben offensichtlichen Gefahren von Computerspielen gibt es auch zahlreiche Vorteile, die e-Games mit sich bringen. Denn jedes Kind kann beim Spielen auch positive Erfahrungen machen. Computerspiele können, richtig angewandt, sogar die Entwicklung eines Kindes positiv beeinflussen. Dabei ist es natürlich enorm wichtig, dass Eltern gewisse Regeln einhalten und die richtigen Computerspiele kaufen. Zuviel Computer oder Konsole kann schädlich für das Kind sein. Neben dem Risiko von e-Games kann ein geübter Umgang mit Medien durchaus gute Auswirkungen haben. Wir beleuchten dabei nicht nur das Offensichtliche, sondern erklären Eltern u.a. auch, wie sich das Spielen bei Kindern aus wissenschaftlicher Sicht entwickelt. Stichworte der Spieltheorie sind Themen wie das Funktionsspiel, das Konstruktionsspiel, das Symbolspiel, das Rollenspiel und das Regelspiel. Als Medienratgeber sehen wir uns der Pflicht, schwierige Fakten für Eltern aufzuarbeiten und verständlich zu erklären.

Gefahr Spielsucht bei e-Games

Bei falscher Dosierung können Computerspiele schnell süchtig machen. Aber nicht jedes Kind, das viel Zeit am Computer mit eGames verbringt ist automatisch sofort spielsüchtig. Aber woran erkennt man, ob das eigene Kind computerspielsüchtig oder gar onlinesüchtig ist? Gibt es Anzeichen von Spielsucht und wenn ja, wie sollten Eltern damit umgehen? Auf mupaki.de finden Sie eine einfache Checkliste, mit der Sie prüfen können, ob die Gefahr von Computerspielsucht besteht. Gehen Sie die Checkliste einfach einmal mit Ihrem Kind durch. So können erste Anzeichen von Spielsucht oder Computersucht schnell aufgedeckt und im Vorfeld reagiert werden. Aber nicht nur Computerspiele können abhängig machen. Da viele Kinder oftmals jeden Tag auch in sozialen Netzwerken aktiv sind, besteht hier die Gefahr der Internetsucht oder Onlinesucht. Daher sollten Eltern auch auf das Surfverhalten von Kindern ein Auge haben. Eines der besten Präventionsmittel gegen die Spielsucht ist Sport und Bewegung. Ob Fussball in der Soccerhalle, Tennis auf dem Court oder einfach nur draußen spielen: ein abwechslungsreiches Sportprogramm kann oftmals wahre Wunder bewirken.

Beratung zu Computerspielen

Das Team von mupaki.de verfügt über eine große Erfahrung mit Computerspielen und e-Games. Sollten Sie als Eltern oder Lehrer einmal nicht sicher sein, wie Sie mit Situationen umgehen sollen, würden wir uns freuen, Ihnen einige Tipps und Hinweise geben zu dürfen. Nur der richtige Umgang mit Spielen und die richtige Dosierung von Computern und Spielekonsole können Kinder und Jugendliche davor schützen, onlinesüchtig oder spielsüchtig zu werden. Gern beraten wir Eltern auch, welche Computerspiele für bestimmte Altersgruppen zu empfehlen sind. Nehmen Sie dazu bitte einfach Kontakt mit uns auf. Wir sind ein interaktiver Medienratgeber und helfen Eltern auch gern via Email oder persönlichem Kontakt.