e-Games fördern Kreativität und Wahrnehmung

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e-Games fördern Kreativität und Wahrnehmung Unglaublich oder?! Diese bösen Computerspiele, die alle Welt immer wieder in den Wahnsinn treiben und zahlreiche Amokläufe verursachen, sollen etwas Positives bewirken. Alles Quatsch? Ganz im Gegenteil! Vielmehr rücken bisherige wagemutige Hypothesen in den Hintergrund und machen Platz für ganz neue Aspekte. Wie eine Studie der Universität von Rochester ergeben hat, sind jene, die häufig e-Games konsumieren, deutlich kreativer als andere Menschen. In Schulen hat sich gezeigt, dass Zocker bei standardisierten Kreativitätstests, die Schreib- und Malaufgaben abverlangen, deutlich einfallsreicher und besser abschneiden. Und das vermutlich erstaunlichste: diese eben genannten Ergebnisse zeigen sich vor allem bei Spielern, die die so genannten Killerspiele daddeln. Also auch Kriegsspiele wie Counter Strike oder Battlefield 3 erzeugen diese positiven Effekte.

Multitasking und verfeinerte Aufmerksamkeit bei Zockern

Auch sonst wirbeln e-Games scheinbar ordentlich unsere Gehirnzellen auf. Nicht nur, dass „echte“ Zocker in rasantem Tempo ihre Tastatur und Maus bedienen, die denken dabei auch aktiv nach und treffen Entscheidungen. Entscheidungen, die vergleichbar mit denen beim Schach sind. Hierbei erreicht Multitasking eine ganz neue Dimension, denn das sichere Beherrschen solcher Spiele erfordert eine besonders feine Augen-Hand-Koordination. Und über eben diese verfügen unsere Nachwuchszocker und können viermal schneller Entscheidungen fällen als Nicht-Zocker. Woran liegt das? Ganz einfach, durch das rasante Tempo, das mit jenem von Actionfilmen vergleichbar ist, fordert dem Spieler eine gehörige Portion  Aufmerksamkeit ab. Und je häufiger man das spielt, desto besser wird man.

Pro-Computerspiel für bessere Leistungen?

Die Frage, die sich vermutlich nun viele stellen, ist die, ob man auf Grund solcher Ergebnisse den eigenen Kindern das zocken nun erst recht erlauben soll. Jein! Auf der einen Seite fördert es zwar oben Genanntes, auf der anderen Seite ist es aber wenig ratsam, lediglich die Augen-Hand-Koordination zu schärfen. Bekanntermaßen lässt die sonstige Grob- und Feinmotorik bei vielen Jugendlichen zu wünschen übrig (das bezieht sich NICHT nur auf Zocker). Es ist also nichts desto trotz nicht verkehrt, wenn ein junger Mensch weiß wie man balanciert, wie sich bestimmte Materialien anfühlen und so weiter. Was diese Studie uns aber gibt: den Beweis, dass Computerspiele nicht böse zu unseren Kindern und nutzlos in dieser Welt sind. Sie haben positive Effekte!

Dauerzocker anfällig für Depression?

Angeblich, so ein weiteres Ergebnis der Studie, hat das Dauerzocken natürlich auch negative Effekte. So wie es bei allen Dingen eine Kehrseite gibt, so auch hier. Es hat sich bei Gehirnanalysen gezeigt, dass das dauerhafte Spielen von e-Games mit hohem Gewaltanteil die emotionale Stimmung beeinflussen kann und die Wahrscheinlichkeit einer Depression steigt. Dieses Ergebnis wird jedoch von anderen Studien widerlegt, bzw. ist es sehr umstritten. Eventuell – aber auch das ist jetzt nur eine Mutmaßung unsererseits – ist das ein zufälliger Effekt, der aber nichts mit dem Spielen als solches zu tun hat. Eine Ursache für Depressionen ist zum Beispiel die soziale Isolation, die wiederum nicht selten im Zusammenhang mit Dauerzockern steht. Dadurch bleiben in einer weiteren Folge Erfolgserlebnisse aus, es verschlechtert sich sogar noch das soziale Umfeld durch beispielsweise das Ausbleiben der Mietzahlung, des Arbeiten Gehens etc. In diesem Zusammenhang kann es natürlich passieren, dass das dauerhafte Zocken in gewisser Weise eine Auswirkung auf die Entstehung einer Depression hat. Trotzdem bestünde dann keine direkte Kausalität. Soviel aber an dieser Stelle zur Mutmaßung. Dies müssten natürlich Studien belegen.

Fazit zur e-Games Studie

Also halten wir an dieser Stelle die „echten“ Fakten fest: das häufige Spielen von e-Games, insbesondere Action- und/oder Kriegsspielen fördert die Kreativität, verfeinert die Augen-Hand-Koordination und steigert die Aufmerksamkeitsfähigkeit der Konsumenten. Das besagt die Studie, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Aus diesem Grund können unsere Kinder ruhig ab und an mal ein PC-Games o.ä. spielen, ohne dass man als Elternteil gleich in Panik oder Aufruhr versetzt werden muss.

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