Die neue Form der Spickzettel

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Spickzettel im Smartphone Wer kennt es aus seiner Schulzeit nicht: bei schönem Wetter ist man lieber draußen bei seinen Freunden, als zu Hause allein zu lernen. Das Problem nur, die nächste Prüfung kommt bestimmt – ob angekündigt oder überraschend. Das fehlende Wissen konnten hier früher kleine Zettelchen ersetzen, die mit den nötigsten Information zum aktuellen Prüfungsthema beschrieben waren: die Spickzettel.

Spickzettel: die Revolution des Druckers

Was vor vielen Jahre noch in emsiger Handarbeit und Füllfederhalter auf einen Schnipsel Papier aufgetragen wurde, revolutionierte der Computer-Drucker. Mit der immer besseren Drucktechnik konnte man plötzlich sehr viel mehr Daten auf immer kleinere Spickzettel bringen. Das ging schnell, war einfach und konnte sogar an Klassenkameraden verteilt werden. Die Drucktechnik ermöglichte es auch, beim Spicken immer kreativer zu werden. Ob auf Stiften in Form einer Banderole oder als getarnte Inhaltsangabe auf Tetra-Packs: der heimische Drucker machte das Beschummeln bei Klausuren und Kurzkontrollen einfacher.

Spickzettel im Smartphone

Die ersten Handys Ende der 90er Jahre hatten ein Problem: sie waren zu groß und viel zu auffällig, die Bedienung zu kompliziert und das Display fasste zu wenig Informationen, als das sich damit ein Spickzettel realisieren lassen konnte. Das änderte sich jedoch rapide mit den nachfolgenden Generationen von Mobiltelefonen. Sie passten in jede Tasche, waren leistungsstärker und das Display konnte dank höherer Auflösung deutlich mehr Zeichen darstellen. Viele Schulen und Lehrer erkannten erst viel zu spät, das Potential solcher Geräte und unterschätzen es noch heute.

Spickzettel 2.0: Spicker-Gadgets

Mittlerweile folgte als Konsequenz des digitalen Spickzettels das Verbot von Smartphones auf den Tischen, während eine Klausur geschrieben wird. Das Problem dabei: die Handys lassen sich auch in der Tasche noch zum Spicken verwenden. Wie das ZDF berichtete, stehen seit einiger Zeit “Spicker-Gadgets” hoch im Kurs. Mittels Minikamera lässt sich die Aufgabenstellung der Prüfung abfilmen und mit einem kleinen Sender an einen Helfer übermitteln. Dieser wiederum schreibt auf seinem Computer die Lösung zu den Aufgabenstellungen und schickt sie an das Smartphone des Prüflings zurück. Der Clou: um die Informationen abzurufen, muss noch nicht einmal das Handy in Sichtweite sein. Dank eines kleinen Kopfhörers im Ohr kann der Spickzettel quasi vorgelesen werden. So einfach und nützlich dieses System für Schüler erscheint, so teuer ist es auch: circa 400 Euro werden für den Hightech-Spickzettel fällig. Vielleicht ist aber selbst diese Technik bald veraltet. Denn vor kurzem hat Google eine Smart-Brille vorgestellt, mit der man telefonieren und im Internet surfen kann. Mittels Mini-Display auf den Brillengläsern lassen sich problemlos Informationen jeder Art anzeigen.

YouTube-Anleitung für kreative Spickzettel

Umfangreiches Erklären war gestern – heute gibt es YouTube. Auf der Videoplattform von Google finden sich unzählige Anleitungen, wie man eine Spickzettel optimal nutzen kann. So wird zum Beispiel sehr genau und anschaulich erklärt, wie man sein Smartphone perfekt in einem Tetra-Pack verstecken und so zum Spicken einsetzen kann. Aber auch witzige Spots zum Thema Spickzettel finden sich hier (Quelle: MedienforumMW / YouTube 2010):

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